Ein Ort des Miteinanders, ein Ort, an dem sich unterschiedliche Generationen treffen, sich Menschen unterschiedlicher Nationalitäten austauschen. So der Grundgedanke des Vereins „Freiraum 36“. Er steckt auch schon im Namen. Freiräume bieten für unterschiedliche Vereine, unterschiedliche Interessen.
Ein Miteinander, das seit seinem Bestehen immer funktioniert hat. Hier wird getanzt, gekocht, entspannt. Über Generationen, über Nationen hinweg. Doch die Leichtigkeit des Tuns hat ihre Grenzen. Zu schwer hatte der Verein an einer unsicheren Zukunft zu tragen. Stets die Last nicht zu wissen, was die Zukunft bringt, wo der Verein eine neue Heimat findet.
Seit Jahren war klar: 2025 ist Schluss in der Aussiger Straße. Ein Weiter wird es hier nicht geben. Eine Last, die nicht kleiner, sondern stets größer wurde.
Zuletzt so groß, dass der Freiraum 36 schon früher einen Schlussstrich gezogen hat. Das Ende zum zehnjährigen Bestehen. Ein Jubiläum, das eigentlich mit viel Freude und Ausgelassenheit gefeiert werden sollte, das aber Wehmut und Trübsal begleitet.
Noch einmal haben die vielen Vereine gezeigt, was sich hinter den Türen in der Aussiger Straße verbirgt, wie groß die Vielfalt ist, wie gut ein Miteinander funktionieren kann.
Ein Miteinander, das in diesem Fall nur auf Zeit war. Nach zehn Jahren trennen sich die Wege der Vereine, die teilweise nicht unterschiedlicher sein könnten, aber eine gemeinsame Basis hatten.
Die ungewisse Zukunft ließ den Freiraum 36 schon vor 2025 bröckeln. Vereine suchten jeder für sich eine Lösung, denn ob es ein gemeinsames Wir weiter geben wird, stand in den Sternen.
Einige Vereine suchen noch, andere Vereine haben schon eine neue Heimat gefunden. Auch wenn jeder der Vereine aus dem Freiraum 36 eine neue Bleibe findet, es wird nicht mehr dasselbe sein. Das große Miteinander, die Vielfalt unter einem Dach gibt es nicht mehr. Der Freiraum 36 löst sich auf.