Forschen für das richtige Leben

von Redaktion

Die „MINT Minds“ des Mühldorfer Ruperti-Gymnasiums haben bei „Jugend forscht“ ihr Wissen unter Beweis gestellt. Beim Regionalwettbewerb holen sie drei Fachgebietspreise. Die Ergebnisse ihrer Forschungen helfen auch im Alltag.

Mühldorf – Mathematik, Naturwissenschaften oder Informatik; das sind Fächer, die nicht bei allen Schülern Begeisterungsstürme auslösen. Doch es gibt auch andere: die „MINT Minds“ am Ruperti-Gymnasium beispielsweise. Das ist eine Gruppe von talentierten Schülern im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT).

Seit diesem Schuljahr können diese Forschungsinteressierten unter der fachkundigen Anleitung von Oberstudienrätin Stefanie Frisch und Studienrat Sinan Günaltay ihre Ideen und Entdeckungen im Forschungslabor der Schule vertiefen.

Hilfe bei Einteilung
von Seminaren

Jetzt haben sie am „Jugend forscht“-Regionalwettbewerb an der Technischen Hochschule Rosenheim teilgenommen und dort ihre Forschungsprojekte präsentiert; drei Gruppen holten sich sogar einen Fachgebietspreis. Die Vielfalt der präsentierten Projekte beim Regionalwettbewerb spiegelte das breite Interesse und die beeindruckende Expertise der Schüler wider.

Sie zeigten ihre kreativen Ansätze und ihre Fähigkeit, komplexe Herausforderungen zu bewältigen. Schulleitung und die Betreuungslehrkräfte gratulierten den erfolgreichen Teilnehmern zu ihren beeindruckenden Leistungen und sind stolz darauf, solch talentierte junge Forscher und Tüftler in ihren Reihen zu haben. 

Innovative Lösungen in der Informatik wurden von Julian Kowsoleea präsentiert, der Stroboskopaufnahmen durch die Analyse von Videos erstellt hat. Der Schüler erklärt den Sachverhalt genauer: „Ein Stroboskop ist eine schnell blinkende Lampe, mit der man Bewegungsabläufe darstellen und sichtbar machen kann. Man kann damit zum Beispiel die Bewegungen eines Tischtennisspielers aufnehmen und verbessern.“ Julian Kowsoleea erhielt im Bereich Informatik den zweiten Preis. 

Michael Müller, Florian Huber und Paul Obermayer haben für das Ruperti-Gymnasium ein Programm zur Zuteilung von Schülern in Gruppen erstellt, es heißt „Groups“. Jedes Jahr gilt es für die Schule, die Schüler der Oberstufe in die P- beziehungsweise W-Seminare ihrer Wahl einzuteilen.

Dazu muss man Folgendes wissen: Ein P-Seminar (Projekt-Seminar zur Studien- und Berufsorientierung) ist Teil der gymnasialen Oberstufe in Bayern und soll die Schüler bei ihrer Berufs- und Studienwahl unterstützen. Im W-Seminar, genauer einem wissenschaftspropädeutischen Seminar, lernen die Schüler anhand ihres gewählten Themas das wissenschaftliche Arbeiten. 

Die drei stellen ihre Idee vor: „Groups soll die Schule bei der Einteilung der Schülerinnen und Schüler in die P- und W-Seminare unterstützen. Die Höchstzahl der teilnehmenden Schüler an solchen Seminaren beträgt 15. Darum ist die Einteilung in diese Seminare schwierig und zeitaufwendig.“

Mit dem Programm können nun alle Schüler eine Erst-, Zweit- und Drittwahl für ein Thema machen, das Programm teilt die Schüler entsprechend ein. Auch beim am Ende des Schuljahrs veranstalteten „Aktionstag“ wird Groups eingesetzt werden. Da gilt es, etwa 900 Schüler der jeweils gewünschten Aktion zuzuteilen. Michael, Florian und Paul erzielten den dritten Preis im Bereich Informatik.

Seife ohne Chemie
auf Basis von Asche

Theresa Wiesbeck, Veronika Auer und Amelie Bischof beschäftigten sich mit dem Nachreifen von Bananen im Zusammenhang mit anderen Früchten: „Wir haben bemerkt, dass Obst, das neben Bananen liegt, schneller reift oder sogar eher verfault. Daraufhin haben wir entdeckt, dass vor allem Bananen gehäuft Ethylen absondern – ein Gas, das die Reifung beschleunigt. Man kann dies natürlich auch im positiven Sinn nutzen, wenn man Bananen neben noch nicht reifes Obst legt, das man gerne bald essen möchte.“

Antonia Nestler hat eine „Zero Waste Seife“ auf Basis von Asche entwickelt. Dazu Antonia: „Ich habe Asche aus unserem Kamin im Wohnzimmer mit Wasser vermischt – im Verhältnis 1:3. Dann habe ich Rapsöl dazugegeben. Es entstand eine gelbliche Lösung, meine Flüssigseife, die ohne chemische Zusätze entstanden ist.“

Im Bereich Technik präsentierte Thomas Hille sein Anzeigemodul für Heimtrainer. Als erster Preisträger im Fachbereich Technik darf Thomas Hille Ende April zum Landeswettbewerb „Schüler experimentieren“ an die Universität Regensburg fahren.

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