Jettenbach – Sehen, riechen, schmecken, mit allen Sinnen ein Gefühl für unsere heimischen Heilkräuter erleben. Die Allgäuer Wildkräuterführerin Sandra Bachmaier bot bei der Jahreshauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Jettenbach einen eindrucksvollen Vortrag.
Die quirlige Frau entführte die 35 Teilnehmer der Versammlung in die Welt der heimischen Heil- und Wildkräuter. Warum in die Ferne schweifen, wenn es auch auf unseren Wiesen und Wäldern gewachsene Heilwirkung zum Nulltarif gibt? Diese Frage stellte die ausgebildete Fachberaterin Bachmaier in den Raum. In Fernost wurde das Wissen über die Anwendung der Naturheilkunde über Generationen weitergegeben. In unseren Breitengarden setzte sich hingegen die Pharmaindustrie mit der einfachen und schnellen Symptombehandlung durch.
Informieren, sammeln und verarbeiten der Pflanzen bleibt eben etwas mühsamer als eine Pille aus einem Blister zu konsumieren. Auch etwas mehr Geduld ist bei der Anwendung heimischer Kräuter angesagt. Die Kräuterwerkstatt von Sandra Bachmaier, in Reichertsham unweit von Schnaitsee gelegen, bietet Interessierten Exkursionen für essbare Wildkräuter an.
Bei der Jahresversammlung der Jettenbacher „Gartler“ berichtete Kassenwartin Manuela Axenböck von einer Mehrung des Bestandes auf nunmehr 9044 Euro.
Im Punkt „Wünsche und Anträge“ gab es Wortmeldungen zum Thema Ruhebänke an den markanten Punkten Jettenbachs. Dort platzierte Müllbehältnisse sorgen immer wieder für Unmut. Unrat und „Hausmüll“ sollten eigentlich nicht dort entsorgt werden. Bürgermeisterin Maria Maier sieht hier die Gemeinde nicht als verantwortlich. Sie sprach sich sogar für ein Entfernen der Müllbehältnisse aus. Einwand kam hierauf aus den Kreisen der Zuhörer. „Es ist doch allemal besser, die Müllkörbe sind übervoll, als würde der Unrat einfach in der Landschaft verteilt.“ Ein Rückbau der Jettenbacher Bankerl und der dort platzierten Müllsammler wäre jedenfalls ein Rückschritt für die Attraktivität der kleinen Dorfgemeinde am Inn. Einen Wermutstropfen platzierte Förster jedoch mit der Ankündigung, bei den Neuwahlen nächstes Jahr nicht mehr antreten zu wollen. cg