86 Menschen das Leben gerettet

von Redaktion

Jahresversammlung der Waldkraiburger Feuerwehr – Neue Ausrüstung

Waldkraiburg – Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter der Freiwilligen Feuerwehr Waldkraiburg. Bei der Jahresversammlung im Feuerwehrgerätehaus begrüßte Zweiter Kommandant Mario Englmeier, der kommissarisch den Vorsitzenden vertrat, Bürgermeister Robert Pötzsch, den Stellvertretenden Landrat Richard Fischer sowie zahlreiche Gäste von Stadt, Polizei, Technischem Hilfswerk, Bayerischem Roten Kreuz, Firmen, befreundete Feuerwehren und natürlich auch die eigenen aktiven und passiven Mitglieder.

Schneebruch
sorgt für viel Arbeit

Nach Englmeiers Begrüßung hielt der evangelische Seelsorger Pfarrer Lars Schmidt aus Waldkraiburg eine kleine Predigt und gedachte den Toten und Kranken. Die Gedanken waren hierbei besonders auch bei dem gesundheitlich angeschlagenen Feuerwehr-Urgestein Benedikt Weinbauer und dessen Familie.

Zu den schönen Themen des Abends zählte die Fahrzeugsegnung des neuen LF20. Nachdem das alte LF16/12, Baujahr 1994, schon in die Jahre gekommen war, war die Anschaffung eines neuen Löschgruppenfahrzeuges dringend notwendig. Drei Jahre musste die Feuerwehr warten, bis ihr Neufahrzeug Marke Mercedes Atego 1630 endlich einsatzbereit war.

Kommandant Andreas Englmeier bedankte sich bei allen, die die Anschaffung des neuen Einsatzfahrzeuges möglich gemacht haben, sowie bei allen weiteren Unterstützern, die der Feuerwehr stets zur Seite stehen. Norbert Jetzinger von der Firma Sturm Feuerschutz in Regen übergab dem Kommandanten symbolisch den Schlüssel für das neue LF20. Die Firma Sturm war für die Betreuung des Fahrzeugaufbaus der Firma Schlingmann zuständig. Andreas Klitzner von der Firma Stirner in Perach überreichte Englmeier einen Geschenkkorb und einen Schmankerl-Gutschein.

Nachdem das neue Fahrzeug Gottes Segen erhalten hatte, präsentierte Mario Englmeier den Jahresbericht für 2023. Hier wurde deutlich, dass die Feuerwehr sich weit über ihre Einsätze hinaus enorm engagiert und dabei auch viel Bürgernähe zeigt.

Zu ihren besonderen Veranstaltungen zählten unter anderem das legendäre Grillfest der Feuerwehr, das auch vergangenes Jahr wieder ein voller Erfolg war, die Verabschiedung des alten TLF 24/50, das in Rente ging und nun im Feuerwehrmuseum in Waldkraiburg an der Seite unzähliger weiterer Feuerwehr-Oldtimer besichtigt werden kann, Maibaumaufstellen, Vereinsausflug, Spenden- und Haussammlung, und auch über eine Hochzeit und zwei Geburten in ihren Reihen durften sich die Floriansjünger freuen.

Dank einer Spende von Ausstattungsgegenständen durch die Firma Netzsch Pumpen & Systeme konnten sie ihren Schulungsraum neu herrichten, und auch ihr Aufenthaltsraum bekam eine schöne Frischekur. Dabei machten die Floriansjünger alles in Eigenleistung.

Erfreuliches gab es in Sachen Personalstand. Hier sind die Waldkraiburger sehr gut aufgestellt, wobei wie bei jeder Feuerwehr, weitere engagierte Männer und Frauen jederzeit herzlich willkommen sind. Je größer die Mannschaft, umso mehr Helfer können in Ernstfällen Leben retten, sowie für Sicherheit und Ordnung sorgen.

Für großes Staunen sorgte der Bericht des Kommandanten. „Hinter uns liegt das einsatzreichste Jahr in der Geschichte der Waldkraiburger Feuerwehr“, sagte Andreas Englmaier. „Die meisten Einsätze waren im Dezember, was unter anderem an dem starken Schneebruch lag. Die Zunahme der Einsätze liegt jedoch auch am Wachstum der Stadt“, setzte er fort. Sage und schreibe 445 Einsätze hatten sie im vergangenen Jahr zu bewältigen.

Zu den positiven Seiten ihres Engagements zählt, dass sie im vergangenen Jahr 86 Personen das Leben gerettet haben. Die düstere Seite ist, dass die Einsatzkräfte zusehends mehr Anfeindungen durch respektlose Menschen ausgesetzt sind. So kam es auch im vergangenen Jahr zu Bedrohungen und Beleidigungen gegen Feuerwehrler.

Trotz allem machen sie weiterhin ihren Job und bilden sich stetig fort. So investierten sie im vergangenen Jahr insgesamt 14238 Stunden für Einsätze und Übungen. Lehrgänge und Fortbildungen sind hier nicht miteingerechnet, was die Zahl noch stark erhöhen würde. All das ehrenamtlich, in ihrer Freizeit und zur Sicherheit und zum Schutz der Bevölkerung.

Erfreuliches hatte auch der Jugendwart Christoph Höll zu berichten. So war auch der Waldkraiburger Feuerwehrnachwuchs im vergangenen Jahr insgesamt 1555 Stunden aktiv. Unter anderem verrichteten sie Jugenddienste, waren bei Ausflügen und Zeltlager und nahmen erfolgreich an der Bayerischen Jugendleistungsprüfung teil.

Beleidigungen
gegen Einsatzkräfte

Nach dem Bericht des Jugendwarts ging das Wort an Kassiererin Elisabeth Höll. Sie legte die Finanzen dar und bewies eine hervorragende und einwandfreie Kassenführung. Das wurde auch durch Kassenprüfer Reinhold Schröck bestätigt. Die Vorstandschaft wurde einstimmig entlastet.

Feuerwehrin Zahlen

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