Aschau – Der Weltklassealpinist Thomas Huber kam vor Beginn seines Vortrags ganz schön ins Schwitzen. Es gab nämlich technische Probleme, die der 57-Jährige letztendlich aber größtenteils selber beheben konnte.
Der Extrembergsteiger war kürzlich in der Aschauer Gemeindehalle zu Gast und hielt einen Live-Vortrag, der Einblick in seine gigantische Bergwelt gewährte. Helmut Hiebel feierte das 20-jährige Bestehen seiner Firma und lud daher Thomas Huber nach Aschau ein.
Unter dem Titel „In den Bergen ist Freiheit“ erfuhren die Besucher in der voll besetzten Halle nicht nur von wahnsinnigen Expeditionen und von der unbändigen Lust an der Freiheit, sondern auch davon, wie er und sein Bruder Alexander quasi über Nacht berühmt wurden.
Die Milchschnitten-Werbung anno 2010 machte es möglich. Dies war der Startschuss für den Bekanntheitsgrad der Speedkletterer jenseits der Szene. Dass extremes Bergsteigen auch im nicht mehr ganz jungen Alter möglich ist, davon zeigt sich Huber überzeugt und meint: „Freilich ist der Stoffwechsel etwas langsamer, und es müssen mehr Pausen eingelegt werden, ansonsten aber geht’s schon.“
Auch von seinen Stürzen und Unfällen lässt sich der Berchtesgadener nicht aus der Ruhe bringen. Rückschläge würden motivieren. Und Angst vor dem Ende des irdischen Lebens kennt der 57-Jährige ebenfalls nicht, denn jeder müsse mal den Löffel abgeben, sagt er lakonisch.
In der Gemeindehalle wurde aber nicht der Löffel abgegeben, vielmehr hatte Thomas Huber alle Hände voll zu tun, denn in der Pause ist der Bergsteiger regelrecht bestürmt worden. Viele Besucher des Abends wollten sich ein Autogramm holen oder auch das Huber-Buch mit dem gleichnamigen Titel des Vortrags erwerben. Die Hälfte des Eintrittsgeldes wurde übrigens an die Tafel Mühldorf gespendet. Und dabei kamen 2300 Euro zusammen.