Niedertaufkirchen – Voll besetzt war das Restaurant Söll, als kürzlich, nach dem Gedenkgottesdienst für verstorbene Mitglieder, Feuerwehrvorstand Sebastian Winkler junior die Jahresversammlung eröffnete. Besonders herzlich begrüßte er dazu die verdienten Ehrenmitglieder und die zahlreich erschienene Feuerwehrjugend.
Mit den Berichten der Vorstandschaft über das Jahr 2023 begann Schatzmeister Anton Kohlbeck, der zunächst detailliert die Ausgaben in Höhe von fast 29000 Euro vortrug. Darunter fiel auch die Anschaffung eines Überdrucklüfters aus der Feuerwehrkasse. Es herrschte dann doch Erstaunen, als er bei den Einnahmen fast 3300 Euro Überschuss vermelden konnte. Dieser kam nicht durch die Mitgliedsbeiträge und Spenden zustande. Es waren die von der Feuerwehr veranstalteten Unternehmungen und Feste, die Geld in die Kasse gespült hatten: Am Steckerlfischgrillen, am Sonnwendfeuer und am Erntedankfrühschoppen beteiligte sich Ortsbevölkerung sehr gerne. Bei der Christbaumversteigerung im Feuerwehrhaus dankte diese ihrer Feuerwehr mit hohen Geldeinsätzen, wie auch anschließend aus dem Bericht des Schriftführers Peter Obergrußberger hervorging. Der Zweite Schriftführer Martin Höllbauer zählte anschließend noch die hohen runden Geburtstage der Mitglieder auf, die die Vorstandschaft stets besucht hatte. Zwei Hochzeiten waren auch darunter. Fünf Besuche zu Jubiläen befreundeter Vereine und Feuerwehren sowie die Teilnahme an Dorfmeisterschaften und Straßenabsicherungen bei Veranstaltungen waren weiters zu zählen. In acht eigenen Sitzungen habe die Vorstandschaft für reibungslosen Ablauf im Vereinsjahr gesorgt.
Großer Einsatz Anfang Juni
Jugendwart Tobias Friedhaber lobte die Mitarbeit seiner elf Buben und zwei Mädchen. Sie hätten in den 14 Übungen in 2023 das Handwerk für den aktiven Dienst gelernt und geübt. Bis zu zweieinhalb Stunden dauerte die Einführung und Arbeit in Fahrzeugkunde, Knoten und Stiche, Löschaufbau, Erste Hilfe und so weiter. Die Teilnahme an Wissenstests war wieder erfolgreich.
Kommandant Josef Fürlauf erinnerte an die sechs Brandeinsätze des vergangenen Jahres, wobei der Maschinenhallenbrand in Reit am 1. und 2. Juni viel Einsatz verlangte. Niedertaufkirchen leistete mit 33 Aktiven in 241 Stunden ihren Teil daran. Mit den anderen Wehren bekämpften insgesamt 196 Feuerwehrdienstleistende 877 Stunden lang den Großbrand.
Mit ihren Gruppenleitern Martin Biberger, Andreas Spörkl, Martin Obergrußberger und Josef Fürlauf war die Feuerwehr noch 18-mal in technischer Hilfeleistung eingesetzt, darunter schwere Sturmschäden im Dezember und immer wieder Verkehrsunfälle. Neben diesen 546 Einsatzstunden wurde noch 745 Stunden lang in allen Bereichen weitergebildet und geübt.
Die Gerätewarte Martin Maier und Tobias Friedhaber garantierten durch Pflege und mit nötigen Fahrleistungen für die Einsatzbereitschaft der beiden Fahrzeuge.
Vorsitzender Sebastian Winkler lobte die gute Zusammenarbeit zwischen den Aktiven und dem Verein und vor allem dankte er der Gemeinde für die große Hilfsbereitschaft. In seiner Vorschau kündete er ein Sommerfest an, das 2024 anstelle des Sonnwendfeuers gefeiert werden soll. Er kündigte zwei hohe Ehrungen an, über die wir mit den dazugehörenden Grußworten vom Landkreis, der Gemeinde und der Inspektion gesondert berichten. nz