Emotionaler Abschied

von Redaktion

Georg Eisner wird Ehrenvorstand der „Isentaler“

Ampfing – Georg Eisner war das Gesicht der „Isentaler“ Ampfing. Jetzt, nach 43 Jahren, ist Schluss – und er stellte sich nicht mehr zur Wahl. Sein Nachfolger Sepp Sperr und neuer Zweiter Vorsitzender Adi Pointl würdigten den Einsatz von Georg Eisner mit der Ernennung zum Ehrenvorstand.

„Ich konnte es gar nicht glauben“, so Sepp Sperr, „als er seinen Rücktritt bei den Besprechungen vor der Versammlung bekannt gab. Ich fragte öfters nach, denn Georg Eisner wollte schon öfters aufhören. Aber als er es immer wieder wiederholte, merkte ich, dass es nun doch so weit ist.“

Ein Faden umspannt die ganze Welt

Gerührt über die Ehre, die ihm zuteil wurde, hielt dann Georg Eisner ein emotionales Resümee der vergangenen Jahre. Vieles wurde erreicht. „Die Jahre waren teilweise wie eine Hochzeit“, so Eisner schmunzelnd. „Wir hatten eine starke Jugend- und Gaugruppe, die viele Auftritte absolvierten. Teilweise gab es über 100 Aktive im Verein.“

Höhepunkte für ihn waren die Weihe der restaurierten Fahne. Besonders in Erinnerung blieb auch die Feier zum 100-jährigen Bestehen im Jahr 2010. Gleichzeitig wurde auch das 120. Gaufest in Ampfing ausgerichtet.

Gartenfeste fanden bei den Eisners im Garten statt. Eine Sparte war die Gründung der Ampfinger Blasmusik. 2013 konnte nach zehnjähriger Renovierung endlich das Heimathaus der „Isentaler“ eröffnet werden. Es war eine schöne, wenn auch manchmal schwere Zeit, die Georg Eisner zusammen mit seiner Anni stemmte. Aber jetzt sei es an der Zeit, die Fäden aus der Hand zu geben.

„Man wird nicht jünger“, so Eisner. Zum Abschluss dankte Georg Eisner allen, die ihn immer unterstützt haben. Angefangen von der Vorstandschaft, den Mitgliedern, der Gemeinde und besonders seiner Frau Anni fürs Schneidern und Ändern der Trachten. „Es hat immer alles gepasst bei den Gewändern.“ Wahrscheinlich, so Georg Eisner, würde der verbrauchte Faden so lang sein, dass er die Erde umrunden könnte.

Zum Abschluss wünschte er sich für den Verein, dass weiterhin viele Leute mitmachen, sodass auch die Arbeiten gut verteilt werden können. Einfach die Brauchtumspflege und Tradition festhalten, damit sie nicht verloren geht und Bayern so bleibt wie es ist. Es solle immer Feste geben, wo gesungen und gespielt wird, und dass die Kinder stolz sein können und sagen: „Da bin ich daheim.“

Bürgermeister Josef Gundner übermittelte seinen größten Dank an Georg Eisner. „Es ist nicht immer leicht, wenn man vorne steht, denn man hat als Vorstand die ganze Verantwortung.“ Grundner wünschte alles Gute und hofft, dass Eisner als Unterstützung der Vorstandschaft erhalten bleibt. Mit Übergabe der Ernennungsurkunde an Georg Eisner und Blumen für seine Frau Anni endete die Versammlung der „Isentaler“ Ampfing.

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