Abschussplan mit 96 Stück Rehwild im vergangenen Jahr übererfüllt

von Redaktion

Jahresversammlung der Jagdgenossenschaft Maisenberg – Ortstermin für Waldbegehung

Engelsberg – Nur ein kleiner Teil der Jagdgenossen aus Maisenberg war zur Jahreshauptversammlung im Gasthaus Scheitzeneder erschienen. Nach der Begrüßung der Jagdgenossen, des Vertreters der Gemeinde, Franz Gsinn, und der Jägerschaft gedachte man zwei verstorbener Jagdgenossen. Im kurzen Jahresrückblick berichtete Peter Egger von zwei Terminen.

Der geforderte Abschuss laut Abschussplanung ist für Maisenberg mit 93 Stück Rehwild festgelegt und wurde im vergangenen Jagdjahr mit 96 erlegten Rehen zu mehr als 100 Prozent erfüllt. Laut Abschussliste handelte es sich um 34 Böcke, 42 Geißen und 20 Kitze. Er erwähnte auch, dass zwei Rehe während des Wintersturmes von umstürzenden Bäumen erschlagen wurden. Zusätzlich wurden von der Jägerschaft elf Füchse, acht Dachse, sechs Marder und 53 Krähen erlegt. Den Kassenbericht verlas die Kassiererin Irmgard Spiel. Sie berichtete über einen soliden Kassenstand und wurde auf Antrag der Kassenprüfer Grundner und Huber von der Versammlung einstimmig entlastet, ebenso die gesamte Vorstandschaft. Vorstand Egger teilte mit, dass wieder die Auszahlung des Jagdschillings angedacht ist. Die Versammlung stimmte mehrheitlich dafür. Frau Spiel mahnte an, dass bei vielen Mitgliedern wichtige Daten, wie geänderte Daten, Übergaben, Käufe und Verkäufe von Flächen innerhalb des Maisenberger Jagdgebietes fehlen, und eine Auszahlung oft unmöglich machen. Nach § 6 Nr. 8 der Satzung sind die Jagdgenossen verpflichtet, eigenständig und unaufgefordert mit entsprechenden Unterlagen wie Urkunden, Grundbuchabschrift usw. diese Daten dem Jagdvorstand mitzuteilen. Eine Gefahrenquelle für das Wild sind Wildzäune, die nicht rechtzeitig oder nur teilweise entfernt werden. Vom Jäger Kainzmaier wird ein Gerät zum Aufrollen der Altzäune kostenlos zur Verfügung gestellt. Er bat die Jagdgenossen, das Angebot zu nutzen, um so manchem Wildtier Verletzung oder Tod zu ersparen. Auf Anfrage von Peter Egger an die Jagdgenossen zur Organisation einer Waldbegehung waren mehrere Interessierte anwesend, ein Ortstermin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Den Frauen der Maisenberger Jagdgenossenschaft lässt die Versammlung einen Geldbetrag für ein gemeinsames Frühstück zukommen, wozu die Ortsbäuerin meinte, dass der Betrag bei den Damen gut angelegt ist. Eine Jagdgenossin stellte mehrere kritische Fragen zum Thema Windkraft im Eigelwald in den Raum. War der mühsame, jahrzehntelange, staatlich geförderte und noch lange nicht abgeschlossene Waldumbau in einen dem Klimawandel trotzenden Wald umsonst? Sollten wir nicht Angst haben um den Erhalt des einmaligen Wasserspeichers in unserer Heimat, wo Wasser immer mehr zu kostbarem Gut wird? Auch die Problematik der zeitweisen Abschaltung schon bestehender PV-Anlagen und Biogasanlagen bei Überangebot von erneuerbarem Strom wurde erwähnt. Zu guter Letzt meinte sie, jeder Waldbesitzer sollte seine Entscheidung zum Thema Windkraft so treffen, dass er in 20 oder 30 Jahren guten Gewissens zu seinen Kindern oder Enkeln sagen kann „ich habe versucht, den Wald für euch zu erhalten.“

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