„Heldinnen und helden“

von Redaktion

Die OVB-Heimatzeitungen beantworten samstags spannende Fragen rund um die aktuelle Ausstellung im Rosenheimer Lokschuppen über „Heldinnen und Helden“.

Was hat Herakles mit den Ställen von Augias zu tun?

Die Reinigung der Ställe des Augias war die fünfte der zwölf Taten des Herakles. König Augias besaß unglaublich viele Rinder und deren Ställe waren seit Jahrzehnten nicht gereinigt worden. Die Ausmaße der Verunreinigung waren so groß, dass es als unmögliche Herausforderung galt, sie zu säubern. Herakles’ Aufgabe war es, diese Ställe an einem einzigen Tag zu reinigen. Statt hart zu schrubben und zu kehren, hatte Herakles eine schlaue Idee. Er nutzte seine Kraft, um die beiden Flüsse Alpheios und Peneios umzuleiten, sodass das Wasser direkt durch die Ställe floss. Wie durch Zauberhand wurde der ganze Dreck weggespült! So schaffte Herakles es, die riesige Aufgabe ganz schnell zu erledigen.

Wenn heute jemand sagt, dass er „die Ställe des Augias reinigen muss“, bedeutet dies, dass er sich einer enormen Herausforderung stellen muss, die gründliche und oft drastische Maßnahmen erfordert. Oft ist damit die Beseitigung von Missständen, Korruption oder tief verwurzelten Problemen in einer Organisation oder einem System gemeint.