Mitgliederboom bei Fußball und Tischtennis

von Redaktion

Jahresversammlung beim Turn- und Sportverein Mettenheim mit Neuwahlen und Finanzbericht

Mettenheim – Aus gutem Grund erinnerte der Erste Vorsitzende des Turn- und Sportvereins, Florian Gaspar, gleich zu Anfang der Jahreshauptversammlung 2024 in der Sportgaststätte „HeimSpiel“ an zum Teil schon verstorbene Gründungsmitglieder und langjährige Unterstützer des Vereins wie Alfons Hausberger, der sein Amt als ehrenamtlicher Kassenprüfer mehr als 59 Jahre ausübte. Über die gedankliche Brücke zum ersten Sieg des legendären Boxweltmeisters Muhammad Ali am 25. Februar 1964 schärfte der TuS-Spitzenfunktionär dann die Sinne der zahlreich erschienenen Mitglieder für das 60. Jubiläum des Vereins, dessen Geschichte mit 30 sportbegeisterten Mettenheimern nur einen Tag später, am 26. Februar 1964, im damaligen Gasthaus Zelger begann.

Aktuell
368 Mitglieder

Ehrenamtlich Tätige beeinflussen nach wie vor maßgeblich die Geschicke des Turn- und Sportvereins (TuS), dessen höchstes Gremium heute der Vereinsrat ist. Dort werden erfolgreich alle anfallenden Aufgaben in sportlicher, finanzieller und planerischer Hinsicht besprochen, diskutiert und auch darüber abgestimmt. Dabei entscheiden die Protagonisten über das Wohl und Wehe von aktuell 368 Mitgliedern – 60 mehr als im Vorjahr, worunter sich 127 Kinder und Jugendliche unter 27 Jahren befinden. Den Mitgliederzuwachs nach Corona erklärt sich der Vorsitzende mit dem gelungenen Neuaufbau des Jugendfußballs, den engagierte Mitglieder bewerkstelligten und einen wahren Boom auf den Fußballplätzen auslösten. Auch die Sparte Tischtennis erlebt laut Rechenschaftsbericht einen derartigen Zulauf, dass die Turnhalle beim Jugendtraining aus allen Nähten zu platzen droht. Trotzdem ist diese tendenzielle Entwicklung eher Anlass zur Freude als ein Ärgernis, wenngleich die Jugendarbeit auch einiges kostet. Ohne die großzügige Jugendförderung durch die Gemeinde, die verdoppelte Vereinspauschale vom Freistaat Bayern und den zusätzlichen Energiekostenzuschuss sei das kaum zu stemmen. Das betonte Florian Gaspar auch in seiner Funktion als Vereins- und Sportreferent der Gemeinde gegenüber den anwesenden drei Mettenheimer Bürgermeistern sowie dem BLSV-Kreisvorsitzenden Erwin Zeug. Alles in allem verlässt sich die TuS-Führungsriege auf das insgesamt solide finanzielle Fundament des Vereins, das auch der Überprüfung im Jahr 2023 durch das Finanzamt standhielt. So erteilte die Behörde den gewünschten Freistellungsbescheid und die Feststellung der Gemeinnützigkeit im Bereich Sport, was dem Verein erlaubt, weiterhin Spendenquittungen auszustellen. Im Unterschied zu anderen Vereinen belastet den TuS in finanzieller Hinsicht ein wesentlich größeres Aufgabenfeld, das mit der Erhaltung vorhandener Gebäude und Liegenschaften zusammenhängt. Beispielsweise zahlte der Verein im Berichtszeitraum die Reparatur der Kühlung in der Sportgaststätte, sorgte für die Instandsetzung des Fußballhauptplatzes und kümmerte sich um die Behebung des Blitzschadens am Mähroboter und anderer durch Sturm, Schneelast und Vandalismus verursachter Schäden. Eine wahre Odyssee erlebten die Verantwortlichen des Vereins beim Um- und Neubau der Flutlichtanlage, die an sich mit solchen positiven Effekten wie der Senkung des Stromverbrauchs, Minderung der CO2-Emissionen und bedarfsgerechten Beleuchtung einherging. Aber nur dank der ausgereizten staatlichen Förderung und des befristeten zinslosen Darlehens der Gemeinde konnte der TuS überhaupt die Deckung der prognostizierten Gesamtkosten von 70000 Euro angehen. Mittlerweile konnte das Projekt aber zur Zufriedenheit aller abgeschlossen werden.

Daneben widmeten sich die Vertreter des TuS mit Freude auch der Teilnahme an Veranstaltungen anderer Ortsvereine und der Gemeinde wie der Christbaumversteigerung, dem Bürgerschießen, dem Ferienprogramm und dem Adventsmarkt. Gaspar richtete seine Aufmerksamkeit dann noch auf die positiven Veränderungen in der Sportgaststätte „HeimSpiel“ unter der engagierten Pächterin Natascha Schneller. Diese brachten einen Wechsel zur Schlossbrauerei Stein an der Traun mit sich, einen gelungenen Vereinsausflug und die Weiterempfehlung des Sportheims an weitere Gäste. Innerlich gerührt bedankte sich der Vorstandsvorsitzende schließlich bei Trainern, Betreuern, Funktionären, der Vereinswirtin und nicht zuletzt bei seinen Vorstandskollegen für deren super Unterstützung und Zusammenarbeit. Von Letzteren erfuhr die Versammlung noch interessante Details aus dem Leben der Abteilungen Fußball, Tischtennis, Stockschießen und Tennis. Kassier Hans Brandenburger folgte mit seinem Bericht über eine solide geführte Kasse, deren Kontrolle dem lang gedienten Kassenprüfer Blasius Petermeier oblag. Im Ergebnis dessen wurde der Vorstand für das Geschäftsjahr 2023 einstimmig entlastet. Unter dem routinierten Wahlleiter Erwin Zeug fanden die Neuwahlen statt, die zu keinen bedeutsamen Veränderungen an der Vereinsspitze führten. Bürgermeister Josef Eisner und Sportfunktionär Erwin Zeug ermunterten den TuS in ihren Grußworten, den erfolgreichen Weg fortzusetzen, und sicherten dem Verein weiterhin ihre Unterstützung zu.

Neuwahl
und Ehrungen

Nach den auf der Jahreshauptversammlung des TuS abgehaltenen Neuwahlen ist Florian Gaspar weiterhin Erster Vorsitzender des TuS, Ambros Seelos (Zweiter Vorsitzender), Hans Brandenburger (Kassier) sowie Andreas Kastenhuber (Schriftführer). Außerdem wurden gewählt: Ambros Seelos (Abteilungsleiter Fußball), Marco Fottner (Beisitzer), Florian Gaspar (Abteilungsleiter Tischtennis), Simon Baumgartl (Beisitzer), Peter Hermann (Abteilungsleiter Stockschützen), Dieter Veit (neuer Beisitzer), Stefan Kastenhuber (Abteilungsleiter Tennis), Bernhard Heumeier (Beisitzer), Sarah Gaspar und Kerstin Fottner (beide neue Kassenprüferinnen).

Auf eigenen Wunsch stellten Ludwig Obermaier als Beisitzer bei den Stockschützen und Blasius Petermeier als langjähriger Kassenprüfer ihre Ämter zur Verfügung. Beide wurden für ihre Verdienste geehrt.

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