Aschauer Gemeinderat stimmt Entwicklungssatzung zu

von Redaktion

Parkplätze mit Photovoltaikanlage auf dem Dach lösen Diskussion über Anblick aus

Aschau – Eine Planung für 62 überdachte Parkplätze und eine Photovoltaikanlage auf der Dachfläche gegenüber dem Edeka-Markt an der Hauptstraße hat die Mehrheit der Zustimmung des Gemeinderats von Aschau am Inn erhalten. Im Zuge der Baumaßnahme soll eine Haltebucht für Lastkraftwagen an der Hauptstraße angelegt werden. Dies hätte laut der Bauverwaltung den großen Vorteil, dass Lastkraftwagenfahrer, die bei der Fahrt durch Aschau einen kurzen Stopp zum Einkauf einer Brotzeit machen wollen, nicht mehr einfach auf der Straße oder teilweise auf dem Gehweg stehen bleiben.

Das Grundstück selbst kann derzeit nicht bebaut werden, da es vom Landratsamt als „Außenbereich im Innenbereich“ betrachtet wird. Baurecht könnte nur durch das Aufstellen einer sogenannten „Entwicklungssatzung“ ermöglicht werden. „Ziel der Bauleitplanung ist es, eine Verbesserung der Parksituation für die Anwohner des Mayerwegs zu erreichen. Außerdem soll durch die Lastkraftwagen-Haltebucht der Verkehrsfluss an der Hauptstraße verbessert werden“, so die Verantwortlichen. Trotz dieser Vorteile gab es keine einstimmige Zustimmung. Gemeinderätin Alexandra Kutschera sprach von einer „enormen Fläche“ bei den überdachten Parkplätzen. Insbesondere die Höhe von viereinhalb Metern sei ihr suspekt. „Ein schönes Ortsbild ist das nicht und die Anwohner haben beim Blick aus dem Fenster die Carport-Bedachung vor der Nase“, führte sie aus. Klemens Schneider (AWG) stimmte teilweise zu: „Schön wird das nicht“, meinte auch er, fügte dann aber doch hinzu: „So schlimm, dass man es ablehnen müsste, wäre es sicher nicht.“

Alexandra Kutschera wollte wissen, ob die Überdachung der Parkplätze unbedingt vom Bauherren gewünscht sei. Bürgermeister Weyrich sprach von einem „gewünschten Gesamtkonzept“. Gertraud Langbauer (Bündnis Aschau) machte dagegen deutlich, dass sie einer Überdachung nichts abgewinnen könne. Martin Hopfinger (SPD) erinnerte daran, dass es derzeit im Ortskern keine Möglichkeit gibt, ein Elektroauto zu „betanken“. Ein Supermarktparkplatz sei nie sehr schön, aber notwendig.

Bürgermeister Weyrich machte deutlich, dass es Ansichtssache sei, was schön ist und was nicht. Er gehe aber davon aus, dass es nicht hässlich aussehen werde. „Viereinhalb Meter Höhe sind nicht dramatisch“, so Weyrich. Barbara Bischoff (AWG) machte klar, dass sie die Schaffung der Haltebucht für sehr wichtig halte.

Im Rahmen der Abstimmung wurde die Aufstellung der Entwicklungssatzung „Moyer Hof“ mit drei Gegenstimmen beschlossen.krb

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