Zangberg – Unter den rund 60 Anwesenden bei der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Zangberg im Bürgersaal begrüßte Vorsitzender Hermann Huber die Bürgermeister Georg Auer und Ingo Fiebiger, Kreisbrandinspektor Werner Hummel, Kreisbrandmeister Martin Hollnburger, Ehrenbrandmeister Siegfried Mailhammer sowie eine erfreulich große Zahl von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr.
Wetter sorgt
für viel Arbeit
Dem Feuerwehrverein gehören aktuell 276 Mitglieder an. Mit Andreas Rost konnte ein neuer Fähnrich gefunden werden. Von einem äußerst positiven Geschäftsjahr berichtete Kassier Peter Nunberger, denn den Ausgaben von rund 29500 Euro stehen Einnahmen von rund 32500 Euro gegenüber. „So können wir auch in diesem Jahr wieder zusammen mit der Gemeinde investieren und einen Beitrag zur Erneuerung der Schutzausrüstung leisten – neue Einsatzhosen sind bereits bestellt“, fügte er hinzu.
Da Kassenprüfer Bernhard Geisberger und Konrad Thurner dem Kassier eine ordentliche Kassen- und Buchführung bestätigten, stimmte die Versammlung einstimmig für die Entlastung der Vorstandschaft.
Von 64 Aktiven mit einem Altersdurchschnitt von 34 Jahren berichtete Kommandant Thomas Heindl. Da mit Nina Fischer, Katharina Bruckmeier und Stefanie Reiter drei junge Frauen in die aktive Wehr aufgenommen wurden, gehören nun elf Frauen der Wehr an. Da sie ihre bisherigen Funktionen abgegeben haben, bedankte sich Heindl bei Gruppenführer Bernhard Geisberger, Atemschutzbeauftragten Stephan Eggert und Jugendwart Daniel Ecker für ihre mehrjährige Tätigkeit.
Mit durchschnittlich zwölf Aktiven rückte die Zangberger Wehr zu 56 Einsätzen aus, wobei die Mehrzahl aus technischen Hilfeleistungen (37) und Brandeinsätzen (9) bestand. Diese enorme Steigerung der Einsätze im Vergleich zu den Vorjahren ist zum Großteil auf die zunehmenden Unwetter mit Starkregen, zuletzt auch Schneefall, zurückzuführen. Insgesamt ergaben sich 87 Einsatzstunden bei 877 Mannstunden für die Zangberger Floriansjünger. Dazu wurden noch 66 Übungen abgehalten.
Erinnerungen an Unfall auf der A94
„Und dann war dieser Unfall am Freitag, 13. Oktober 2023“, begann Kommandant Heindl, als er über die tragischen Ereignisse auf der A94 berichtete, der zunächst relativ harmlos als „Unfall, vermutlich mit Schleuserfahrzeug“ gemeldet wurde. Der Einsatz ging bei allen Feuerwehrkameraden an die Grenzen der psychischen Belastbarkeit und bei manchen auch darüber hinaus. Hierbei zollte er denen Respekt, die „die Schneid“ hatten, dies auch zuzugeben. Auch die Verantwortlichen haben entsprechend reagiert und unmittelbar nach dem Einsatz eine Betreuung mit der Feuerwehrseelsorge in Ampfing arrangiert.
Noch am Abend und am folgenden Sonntag fanden auch entsprechende Gespräche und Betreuungen mit der Seelsorge in Zangberg statt. Hierbei bedankte er sich beim Vorsitzenden Huber und Bürgermeister Auer für die spontane Unterstützung und lobte die gelebte Gemeinschaft unter den Feuerwehren, da die Feuerwehrkameraden aus Mettenheim und Lohkirchen unmittelbar ihre Unterstützung zusagten, wenn Not am Mann in Zangberg ist.
Bezüglich Schutzausrüstung berichtete Heindl vom leidigen Thema der Schutzjackenbestellung. Diese sollten bereits im August eintreffen. Im Dezember kam aber lediglich eine Teillieferung – und nach vielen Gesprächen und einer erneuten Bestellung soll der Rest jetzt bis April geliefert werden.
Anschließend überreichte er folgenden Aktiven die entsprechenden Ärmelabzeichen für ihre Dienstjahre: Noah Kern und Andreas Rost (10 Jahre), Daniel Ecker, Bernhard Thurner und Thomas Heindl (20 Jahre) und Roland Köhler (30 Jahre). In einer kurzen Vorschau verwies Kommandant Heindl noch auf die Beschaffungen und die Lehrgangsplanung für 2024. Abschließend bedankte er sich bei Bürgermeister Auer und seinem Gemeinderat für die stets gute Unterstützung.
Der scheidende Atemschutzwart Stephan Eggert berichtete von derzeit 16 aktiven Atemschutzträgern und verabschiedete mit großem Dank Josef Buchner aus deren Kreis. Stolz sprach Jugendwart Michael Radlbrunner von derzeit 27 Mitgliedern (18 Buben, neun Mädchen) der Jugendfeuerwehr. 62 Übungen wurden mit durchschnittlich zwölf Teilnehmern abgehalten. Bei den Teilnahmen an Wettkämpfen und Suchwanderungen wurden durchweg gute Ergebnisse erzielt. Der durchgeführte Christbaumverkauf war ein voller Erfolg. Er bedankte sich für die gute Unterstützung durch den Verein und Aktiven.
Huber ab 2025 nicht mehr Vorsitzender
In seinem Grußwort bedankte sich Bürgermeister Georg Auer bei der Zangberger Feuerwehr, die immer da sei, wenn man sie braucht. „Zangberg ist bekannt für seine gute Jugendarbeit“, lobte Kreisbrandmeister Martin Hollnburger in seinem Grußwort.
Abschließend gab Vorsitzender Hermann Huber einige schon feststehende Termine bekannt und erklärte, dass er bei der Wahl 2025 nicht mehr als Vorstand zur Verfügung stehen wird. Im Hinblick auf das 2029 anstehende Gründungsfest will er das Amt in jüngere Hände legen.