Aschau – Ein Gedenkgottesdienst für die gefallenen und verstorbenen Mitglieder der Krieger- und Soldatenkameradschaft Aschau fand in der Kirche in Waldwinkel statt, den Pater Pawel Klos zelebrierte. Im Anschluss trafen sich die Mitglieder zur Jahreshauptversammlung im Saal vom Pfarrheim St. Anna.
Im Vordergrund standen dabei die Neuwahlen der Vorstandschaft, da in der Führung ein Generationswechsel stattfand. Siegfried Oswald, der seit 24 Jahren die KSK Aschau leitete, hat nun sein Amt niedergelegt.
Andreas Kölbl ist neuer Vorsitzender
Unter der Leitung von Bürgermeister Christian Weyrich wurde Andreas Kölbl einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Der bisherige Stellvertreter Georg Stöckl macht weiter und bekam von den 38 Wahlberechtigten ein ebenso einstimmiges Votum. Schriftführer bleibt weiterhin Paul Matu. Nach dem plötzlichen Tod von Kassier Erwin Salzeder hat Christina Müller dieses Amt kommissarisch übernommen. Nun wurde sie ohne Gegenstimme amtlich zur Schatzmeisterin gewählt. Neu als Kassenprüfer fungieren nun Josef Hoffmann und Helmut Stief. Beisitzer sind ab jetzt Mathias Bruckeder, Georg Hopf, Siegfried Oswald, Michael Schneider, Marion Stöckl, Thomas Tobolars und Anton Überacker.
Bürgermeister Christian Weyrich dankte dem scheidenden Vorsitzenden Siegfried Oswald für sein langjähriges Engagement um die KSK. „Ich bedanke mich für euer Vertrauen und schon jetzt für die Unterstützung der Vorstandschaft, besonders meines Stellvertreters, in meinem neuen Amt. Ich werde gerne die Traditionen weiter pflegen“, sagte Andreas Kölbl zu. Mit einem Gutschein für einen Rundflug, einer Flasche Wein und Blumen für dessen Gattin würdigte der neue Vorsitzende seinen Vorgänger und stellte dessen vorbildliche Führung des Vereins heraus. Siegfried Oswald dankte allen für das gute Miteinander in den vielen Jahren und übergab seinem Nachfolger symbolisch einen „gebackenen Schlüssel“ für die KSK-Räumlichkeiten. Nach dem Totengedenken und der Verlesung des Protokolls durch Christina Müller gab Siegfried Oswald den Rückblick. Er nannte 182 Mitglieder, davon 128 Reservisten und 54 nichtaktive Mitglieder, davon sind 16 Frauen dabei. Im Mittelpunkt des Vereinsjahres stand das 150-jährige Gründungsfest, das im Juni 2023 in würdigem Rahmen gefeiert wurde. Die KSK unternahm eine Busfahrt nach Schwaiganger und Benediktbeuern, war unter anderem beim KSK-Fest in Engelsberg, beim Jubiläum 40 Jahre Reitclub in Haselbach und den Ortsmeisterschaften dabei. Sie engagierte sich beim Erntedankfest und traditionell bei der Fußwaschung, beging den Volkstrauertag, veranstaltete monatliche Stammtische und die Weihnachtsfeier. Die Sammlung für Kriegsgräber erbrachte 3466 Euro. In der Vorschau nannte Oswald unter anderem das eigene „Biwak“ am 8. Juni und den Tagesausflug am 6. Juli.
Mehr Ausgaben
als Einnahmen
Im Kassenbericht von Christina Müller standen Einnahmen von 19062 Euro den Ausgaben von 20531 Euro gegenüber. „Die KSK macht schon beim Volkstrauertag deutlich, dass Kirche, Gemeinde und Vereine gut zusammenspielen und deren Werte und Ziele auch für die Zukunft wichtig sind“, erörterte Bürgermeister Christian Weyrich. Georg Huber sprach das Grußwort als amtierender Kreisvorsitzender. „Die Bundeswehr habe ich als Bürgerpflicht gesehen“, so Huber und appellierte, dass „die Macher“ nicht vergessen werden dürfen. Er lobte die Pflege der Kriegsgräber durch junge Leute und gab der Hoffnung Ausdruck, „dass wir weiter in Frieden leben dürfen“. Dem schloss sich Pater Pawel Klos an und erläuterte das Prinzip von Johannes Bosco, junge Menschen zu guten Christen und Bürgern zu erziehen. „Auch hier bei uns gibt es Wertschätzung und gelebte Kameradschaft“.