.Salmanskirchen – Bei der Jagdversammlung Salmanskirchen berichtete Jagdvorsteher Gerhard Schweiger über die Aufnahme des Verbissgutachtens an drei verschiedenen Plätzen. „Es gibt noch Ecken, wo wir was tun müssen“, so das Resümee. Die Verjüngung kommt gut durch, schön zu sehen wie es wächst und wenn die Jagd stimmt, dann haben wir auch die Verjüngung, so der Jagdvorstand. Auch das Thema Wildschwein wurde angesprochen. Sie sind zwar im Revier, aber der Wildschweinschaden in den Wiesen, bei dem die Sauen nach tierischen Proteinen suchen und dabei die Oberfläche aufbrechen, hält sich in Grenzen und es sind noch keine nennenswerten Schäden entstanden.
Sorge macht Jagdvorsteher Gerhard Schweiger, dass die Fraßschäden durch Mäuse im Feldfutterbau nach diesem Winter wieder stark zugenommen haben. „In dem Zusammenhang ist es schon fast schade, wenn wir Füchse mit Räudebefall entnehmen müssen, wenn man weiß, dass ein Fuchs bis zu 2500 Mäuse im Jahr vertilgt“, so Schweiger. Auch ein großes Bussardvorkommen im Revier deutet auf eine hohe Mäusepopulation hin. Im Abschluss bedankte sich Gerhard Schweiger bei den Jägern, die sehr fleißig und präsent im Revier sind. Kassier Bernhard Duschl konnte von einem Zuwachs in der Kasse über knapp 1340 Euro berichten. Maschinenwart Ludwig Limbrunner berichtete von wenig Reparaturen im Fuhrparkbestand. Heuer werden die Pflanzenschutzspritzen geprüft und beim Viehanhänger werden größere Reparaturen fällig. Hier muss erst geprüft wie weit die Schäden gehen und ob es nicht besser ist, diesen gleich zu erneuern. Einstimmig beschlossen wurde, die Dorfhelferinnen mit 150 Euro zu unterstützen. Ebenfalls wurde einstimmig der Verlängerung des Dienstvertrages für den Jäger Wolf Peter Stößl für ein weiteres Jahr zugestimmt. Das restliche Geld wird wieder angelegt. Jäger Wolf Peter Stößl berichtete, dass sehr viele Rehe im Revier seien. Vor allem der Winter mit Schnee bot gute Sicht, der Abschuss konnte gut erfüllt werden. Teilweise sind im Revier Fegen und Verbiss festzustellen. Krähen sind keine im Revier, im Gegensatz zum letzten Jahr. Obwohl sehr selten Wildschweine im Revier gesichtet werden, konnte ein Schwein geschossen werden. Gerhard Schweiger stellte das Jagdgesetz vor. „Das ist der Grund, warum wir im Wald sind“, so der Jagdvorsteher Schweiger. Zitiert wurden dazu die beiden Paragrafen aus dem Bundesjagdgesetz und aus dem Bayerischen Jagdgesetz. „Die Hege muss so durchgeführt werden, dass Beeinträchtigungen einer ordnungsgemäßen land-, forst- und fischereiwirtschaftlichen Nutzung, insbesondere Wildschäden, möglichst vermieden werden. Im Bayerischen Jagdgesetz, Artikel 1, heißt es dazu: Insbesondere soll die Bejagung die natürliche Verjüngung der standortgemäßen Baumarten im Wesentlichen ohne Schutzmaßnahmen ermöglichen. Genau für das kämpfen wir im Wald. Das ist unsere Aufgabe und das haben wir zu erfüllen“, so Schweiger. Bürgermeister Josef Grundner fand es interessant, mit welchen Themen sich die Jäger und Jagdgenossen herumschlagen müssen. Bei jeder Versammlung, die er besuche, stünden andere Themen im Vordergrund – hier seien es die Mäuse. „Es ist interessant, wenn man die Balance zwischen Jäger, Wald und Wild sieht. Bei euch merkt man, dass ihr sehr gewillt seid, damit alles in Ordnung ist im Revier.“ stn