Verwirrende Verwicklungen

von Redaktion

Egglkofens Theatergruppe erntet viel Applaus und Osterkränze

Egglkofen – Mit dem Schwank in drei Akten „Der Preisboxer“ eröffnete die Egglkofener Theatergruppe ihr Osterprogramm. Wirrungen und Irrungen, Lügen und Intrigen finden in der Wohnstube des Pferdehändlers Gustav Weixlbaum statt. Das fantasievolle Bühnenbild hatte wieder Georg Meyer geschaffen. Traditionell trugen vier Kinder der Truppe zu Beginn die acht Schauspieler und ihre Rollen in Gedichtform und singend vor. Der Regisseur dieses lebhaften Stückes, Franz Mayrhofer, hatte in vielen Proben jede Geste seiner Spieler einstudiert, denn alles lief stimmig und komisch ab. So kam der Applaus auch häufig während der Szenen.

Pferdehändler Gustav Weixlbaum (Helmut Gaedtke) und sein Teilhaber Otto (Thomas Mayrhofer) hatten listenreich eine Möglichkeit gefunden, dem Diätwahnsinn von Gustavs Ehefrau Lena (Gabi Moser) zu entkommen. Denn Gustav war nicht bereit, die strengen Regeln einzuhalten und gibt sich als Boxchampion aus. Es gelang den beiden, den befreundeten Gast Kasimir Spritzl (Franz Mayrhofer) ebenfalls von der Herrschsucht seines Weibes Urschi (Rita Mayrhofer) zu entziehen. Diese fünf Mimen und die aufmüpfige Haushälterin Burgl (Anita Plinninger) sind durch die Bank „alte Egglkofener Theaterhasen“, die dem etwas schlichten Stoff lustige Drolligkeit verleihen. Das intrigante Leben der Männer könnte einfach so weitergehen, gäbe es nicht einen echten Preisboxer namens G. Weixlbaum. Dieser berühmte Faustsportler (Lukas Dietrich) reist ausgerechnet zu einem Endkampf in diesen Ort. Auf der Reise verliebt er sich auch noch in Weixlbaums Tochter Liesl (Lisa Meyer). Beide wissen voneinander aber nicht, wer denn wer ist. Aber die Liebe brennt!

Stürmisch wird es, als die feurige Tänzerin Ninetta Serani (Maria Lenz) auftritt, und von Weixlbaums Sohn Gustl (Vinzenz Wurstbauer) das gegebene Eheversprechen einfordern will. Diese beiden Schauspieler gaben auf dieser Bühne ihr Debüt, wobei die Rolle der stimmgewaltigen Italo-Tänzerin Ninetta von Maria Lenz nahezu perfekt beherrscht wird.

Der Schluss ist bairisch-schwänkisch: Jeder Topf findet seinen Deckel! Und diesmal gab es außer viel Applaus noch von den geladenen Senioren des Stifts St. Vitus für jeden Spieler ein Osterkränzchen. Weitere Aufführungen gibt es am Ostersonntag, Ostermontag und Freitag, 5. April, jeweils um 20 Uhr in der Arthur-Loichinger-Halle. nz

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