Ampfing – Deutlich unter Plan, aber immer noch ein Rekordhaushalt. So lässt sich die Jahresrechnung 2023 zusammenfassen, die Ampfings Bürgermeister Josef Grundner (CSU) den Gemeinderäten in der jüngsten Sitzung vorlegte.
Das Haushaltsvolumen lag im vergangenen Jahr tatsächlich bei knapp 37,1 Millionen Euro. Das war deutlich unter dem ersten Ansatz vom Juni mit 43,1 Millionen Euro und unter dem Nachtragshaushalt vom Dezember mit 41,2 Millionen Euro. Gleichwohl schloss 2023 merklich über dem Vorjahr mit 31,3 Millionen Euro.
607000 Euro mehr
Steuereinnahmen
Der Verwaltungshaushalt, der die laufenden Geschäfte abbildet, schloss 2023 mit 21,6 Millionen Euro. Das waren gut 820000 Euro mehr als im Nachtragshaushalt angesetzt (20,8 Millionen Euro). Das lag vor allem an höheren Einnahmen aus der Gewerbesteuer und der Einkommensteuer. Hier hatte Kämmerer Thomas Hell ursprünglich mit 10,7 Millionen Euro kalkuliert; am Ende konnte er sogar 607000 Euro mehr verbuchen.
Gleichzeitig gab die Verwaltung für die Gewerbesteuerumlage und den sachlichen Verwaltungs- und Betriebsaufwand rund eine Million Euro weniger aus als geplant. Die Folge: dem Vermögenshaushalt flossen 2,9 Millionen Euro zu. Das waren zwei Millionen Euro mehr, als ursprünglich angesetzt.
Dagegen fiel der Vermögenshaushalt, der die Investitionen finanziert, mit 15,5 Millionen Euro deutlich geringer aus als geplant (20,4 Millionen Euro). Hintergrund sind vor allem Grundstückskäufe, die geplant waren, aber nicht verwirklicht werden konnten. Hierfür waren ursprünglich neun Millionen Euro eingestellt. Die tatsächlichen Ausgaben lagen dann bei 6,3 Millionen Euro und damit um 2,7 Millionen Euro unter dem Ansatz.
Ursprünglich wollte Bürgermeister Josef Grundner (CSU) für eine neue Firma ein Grundstück erwerben; unter anderem dafür hatten ihm die Gemeinderäte den Kreditrahmen bewilligt. „Die Firma hat das Grundstück dann aber selber gekauft“, erklärte Bürgermeister Grundner auf Nachfragen der OVB-Heimatzeitungen.
Der angenehme Effekt: Die Firma kommt nach Ampfing und der Gemeindehaushalt ist nicht belastet.
Auch die Ausgaben für die Baumaßnahmen lagen um 2,15 Millionen Euro unter dem Plan. Die größten Ausgaben gab es für den Zitzmerstadl (1,8 Millionen Euro) und die Erweiterung des Feuerwehrhauses (1,5 Millionen Euro).
Über sieben Millionen
Euro Schulden
Die Rücklagen wuchsen 2023 um 566,40 Euro auf knapp 1,6 Millionen Euro an. Da die Grundstückskäufe nicht wie geplant getätigt wurden, mussten statt 8,9 Millionen Euro nur vier Millionen Euro neue Schulden aufgenommen werden. Dennoch stiegen die Schulden im Jahresverlauf von anfangs 3,7 Millionen Euro nach Abzug der Tilgung (521000 Euro) auf 7,2 Millionen Euro. Abzüglich der Rücklagen liegt die tatsächliche Verschuldung bei 5,6 Millionen Euro beziehungsweise bei 795,98 Euro je Einwohner.
Die Gemeinderäte nahmen die Jahresrechnung 2023 ohne Diskussion einstimmig zur Kenntnis und beauftragten den Rechnungsprüfungsausschuss, die Jahresrechnung zu prüfen.