Niedertaufkirchen – Der Ortsteil Roßbach hat etwa zweieinhalb Dutzend Hausnummern, aber 142 Feuerwehrleute; und davon sind 42 aktiv. Wie einsatzfähig und ausbildungsbereit diese sind, wurde wieder bei der Jahresversammlung im Gasthaus Maier deutlich.
Zunächst berichtete der Vorsitzende Franz Wintermeier von den gesellschaftlichen Beiträgen, die die Wehr im Jahresablauf leistet. Sie beteiligte sich mit Fahnenabordnung am Fronleichnamszug und am Volkstrauertag, wobei sie auch für die Sicherheit sorgten. Im Winter lud sie zweimal zum Eisstockschießen und zu einer Versteigerung ein. Die Beteiligung an Festlichkeiten befreundeter Feuerwehren und Vereine dienten der Geselligkeit und Kameradschaftspflege.
Feuerwehr war
achtmal im Einsatz
Kommandant Stefan Seidl berichtete von acht Einsätzen, bei denen technische Hilfe geleistet worden war: bei zwei Unfällen, bei einem Ölverlust auf der Straße, bei zwei Baumentfernungen bei Unwetter, bei zwei Einsätzen bei Großbränden und bei einem Wasserschaden. Die Summe der eingesetzten Kräfte betrug 50 Mann.
Sechs Funkübungen wurden durchgeführt und zehn Feuerwehrübungen. Im September wurde sechsmal fürs Leistungsabzeichen geübt, das auch alle 13 Teilnehmer bestanden.
Seidl berichtete auch von einigen auftretenden Defekten, die meist aus eigener Kraft behoben werden konnten. Allerdings bedauerte er das Fehlen eines Flachwassersaugkorbes.
Jugendwart Michael Krenn meldete 16 Übungen mit seinen sieben Jugendlichen, von denen drei sich der Leistungsprüfung Wasser in Bronze unterzogen hätten. Vom Wissenstest in Aschau sei man mit dreimal Bronze, einmal Silber und dreimal Gold heimgekehrt. Kassier Christian Kurz überraschte mit den hohen Einnahmen durch die Haussammlung und die Christbaumversteigerung, was das hohe Ansehen der Wehr im Dorf zeige. Allerdings stünde den Kosten für Ausrüstung und Ausbesserungen ein Betrag von 4900 Euro entgegen.
Bei den Neuwahlen wurden ohne Gegenkandidat einstimmig bestätigt: Vorsitzender Franz Wintermeier, Schriftführer Josef Zürner, Kommandant Stefan Seidl und sein Stellvertreter Norbert Noppenberger.
In ihren Grußworten betonten Bürgermeister Winkler und Kreisbrandinspektor Werner Hummel die Übungsbereitschaft der Feuerwehrler und das gute Verhältnis zur Dorfgemeinschaft. Der Bürgermeister bedauerte, dass der Plan für ein Feuerwehrhaus „leider gestorben“ sei, aber da die Feuerwehr unbedingt ein eigenes Heim brauche, werde er unermüdlich einen Platz dafür suchen.
Ein glücklicher
Kommandant
Zuletzt erschien Kreisbrandmeister Christian Biberger und überreichte mit Kreisbrandmeister Hummel dem Kommandanten einen Flachwassersaugkorb. Kommandant Seidl war glücklich, weil er gerade in diesem Jahr dieses Gerät schmerzlich vermisst hatte.