Engelsberg – Nach dem Ostereiersuchen ist Schluss mit lustig: Bayerns Nachwuchs-Fingerhakler kämpfen am Ostermontag in der Gemeinde Engelsberg zum 47. Mal um die Meistertitel. Im Gasthaussaal beim „Wirt z’Engelsberg“ kommt es zum Aufeinandertreffen von Bayerns besten Schülerhaklern. Die begehrten Titel werden im Alter von sechs bis fünfzehn Jahren vergeben, jeweils in Zweijahres-Abstufungen. Veranstalter sind die Hakler-Abteilung des Chiemgauer Ranggler- und Haklervereins mit Sitz in Ruhpolding und der Landesverband Bayerischer Fingerhakler. Der Chiemgauer Verein bemüht sich seit 1960 um den Erhalt der überlieferten Brauchtumssportarten wie Ranggeln, Boahakln, Strängkatznziagn und um die bayerische Paradedisziplin, eben das Fingerhakln. Nach Einschätzung von Hakler-Obmann Hubert Untermaier aus Seeon werden sich etwa 130 Nachwuchshakler mitsamt ihren Trainern und Betreuern auf den Weg machen in die nördlichsten Gefilde des Landkreises Traunstein. Sie kommen aus allen Teilen Bayerns, in denen dieser urige Zweikampf noch betrieben wird, und das sind immerhin ganze neun Gaue, von Werdenfels bis hinauf zum Spessart. Schirmherr der Veranstaltung, die allemal einen Besuch wert ist, ist Engelsbergs Bürgermeister Martin Lackner.
Los geht es bereits um 9 Uhr früh mit der Anmeldung, ab 10 Uhr beginnen die Wettkämpfe.