Mühldorf – Gittas Herz ist voller Liebe. Natürlich in erster Linie zu ihrem Partner Hubert, aber auch für Mühldorf hegt die 81-Jährige große Gefühle. „Weil ich so gerne in Mühldorf lebe, widmete ich meiner Stadt ein Lied, und zwar das inzwischen sehr bekannte Mühldorf-Lied“, berichtet Gitta Wehr mit Begeisterung.
Alles, was sie an
Mühldorf mag
Was sie alles an Mühldorf schätzt und mag, schrieb die kreative Seniorin vor zwei Jahren in einem Text nieder, der schließlich vertont wurde. Der große Hype rund um ihre musikalische Liebeserklärung blieb in der Kreisstadt allerdings aus.
Ähnlich wie S.T.S in ihrem Lied Fürstenfeld beklagen, „es ist zum Narrischwern, ka na wül mi singan hörn“, erging es Gitta Wehr. Erfolglos klopften sie und ihr Partner, der auch als ihr Manager fungiert, an die Türen verschiedenster Einrichtungen, um das Mühldorf-Lied anzupreisen. Es war jedoch kein Blumentopf zu gewinnen. Niemand wollte das Lied spielen.
Dann hatte Hubert Bleier die rettende Idee: Er stellte den Schlager seiner Lebensgefährtin auf einen YouTube-Kanal. Und siehe da, seitdem geht’s richtig bergauf. Das Paar verkündet stolz: Unser Lied zählt bereits 62000 Klicks. Davon könnten andere hiesige Liedermacher nur träumen.
„Jeden Tag bekomme ich mehr Aufrufe, auch die Kommentare der User sind einfach nur super“, schwärmt die Musikerin, die nun eine Erklärung dafür hat, warum das Lied in ihrer unmittelbaren Heimat offenbar wenig Beachtung findet: „Wo der Pfennig geschlagen wird, gilt er halt nichts“.
Die Mühldorferin will auch mit anderen volkstümlichen Schlagern ein Publikum anlocken. Allen voran mit einer Hommage auf bayerische Volksfeste. „Hubert ist schon dabei, Gemeinden und Festwirte in Ober- und Niederbayern zu kontaktieren, um für mich Auftritte in Bierzelten zu organisieren“, erzählt die quirlige Liedermacherin.
Bis es so weit ist, beschäftigt sich Gitta Wehr mit einem weiteren Hobby: Sie ist momentan dabei ihre Memoiren zu verfassen.