Mettenheim – Am 11. März 2024 verstarb der Austragsbauer Josef Lohr aus Harthausen mit 89 Jahren.
Josef hatte zusammen mit seinem Zwillingsbruder Willi am 11. Oktober 1934 auf dem elterlichen Anwesen in Großhiebing das Licht der Welt erblickt. Mit acht Geschwistern wuchs er auf und besuchte in Niederbergkirchen die Volksschule.
Im Alter von 14 Jahren kam er für mehrere Jahre als landwirtschaftliche Arbeitskraft auf umliegende Höfe. Da die Verdienstmöglichkeiten im nahen Tonwerk Rohrbach wesentlich besser waren, begann er dort im Jahr 1957 als Akkordarbeiter in der Dachziegelfertigung.
Am 2. August 1963 schloss Josef mit Katharina Ostner aus Harthausen den Bund der Ehe. Eine Tochter und fünf Söhne erblickten das Licht der Welt, neun Enkel und sein erster Urenkel waren ihm eine große Freude. Gemeinsam bewirtschafteten sie das landwirtschaftliche Anwesen im Nebenerwerb und bauten dieses kontinuierlich aus. So wurde 1972 ein neues Wohnhaus und 1978 ein neuer Milchviehstall errichtet.
1970 begann er mit der Tätigkeit als Waldarbeiter bei Freiherr Michel von Tüßling und über den Maschinenring. Diese körperlich anstrengende Akkordarbeit führte er bis kurz vor seinem 70. Geburtstag mit großer Leidenschaft aus.
Über den Sportmaschinenring Mühldorf pflegte er von 1978 bis 2017 fast alle Fußballplätze und die Schulsportanlagen im Landkreis Mühldorf.
Auch nach der Hofübergabe im Jahr 1999 legte er seine Hände nicht in den Schoß und war weiterhin eine tragende Stütze am Hof und auf den Baustellen seiner Kinder.
Zeitlebens liebte er die Imkerei, für kleinere Reisen nahm er sich am ehesten noch im Rentenalter Zeit.
Mit dem unerwarteten Tod seiner Katharina am 28. August 2019 hatte er lange zu kämpfen.
Beim Requiem und der Beerdigung durch Herrn Dekan Pfarrer Klaus Vogl gaben ihm eine große Anzahl von Verwandten und Bekannten das letzte Geleit, darunter auch eine Fahnenabordnung der FFW Mettenheim sowie der Bienenzuchtverein Mühldorf a. Inn, denen er viele Jahrzehnte als Mitglied angehörte.