Eine steile Karriere der Narren

von Redaktion

Die neuen Prinzenpaare des Mühldorfer Faschings stehen fest. Dabei legt vor allem die Prinzessin eine steile Karriere hin, die viel mit dem Volksfest zu tun hat.

Mühldorf – Wenn das keine steile Karriere ist: Von der Volksfestkönigin zur Festwirtin und jetzt auch noch Faschingsprinzessin. „So was Einmaliges gibt es nur bei uns in Mühldorf“, verkündete Bürgermeister Michael Hetzl bestens gelaunt zum Faschingsauftakt am gestrigen 11.11. um 11.11 Uhr. Die Rathaustüre öffnete sich pünktlich – und das Geheimnis ward gelüftet.

In die närrische Saison tanzen dieses Mal Prinzessin Anna I. vom Land der ökologischen Eierresidenz und ihr Angetrauter Prinz Robert I., Herrscher über den festlichen Volksfestpalast, hinein.

Für die Kinder treten Prinzessin Magdalena II. vom Hof der reitenden Tänze und Prinz Lukas II. vom Reich der Blaulichtfischer an.

Die „große“ Prinzessin, mit bürgerlichem Namen Anna-Katharina Lohner, dürfte den Mühldorfern bestens bekannt sein. Immerhin trug sie schon die Volksfestköniginnen-Krone und ist seit einigen Jahren mit ihrem Gatten Robert Lohner auch noch als Festwirtin auf der Mühldorfer Wiesn tätig. Jetzt heißt es aber Prinzenwalzer üben und Vorbereitungen treffen, damit die fünfte Jahreszeit reibungslos über die Bühne geht.

Stadtrat soll
Rickschas putzen

Das Kinderpaar, die zehnjährige Magdalena Zellhuber und der elfjährige Lukas Tratzl, kennen sich seit dem Kindergarten und der Grundschulzeit. „Außerdem sind unsere Eltern befreundet“, verrät Magdalena, Tochter der Inntalia-Präsidentin Sandra Zellhuber.

Die Mutter der kleinen Prinzessin begrüßte alle Faschingsnarrischen und Passanten, die dem Treiben vor dem Rathaus zuschauten. Seit 11. November, so wurde kundgetan, sind Bürgermeister und Stadträte entmachtet. Das Zepter halten nun bis 5. März 2025 die Tollitäten in der Hand – und die haben sich allerhand ausgedacht. Da soll der abgesetzte Stadtrat zur Unterstützung des Rufbusses Rikschas putzen und in drei Schichten Fahrgäste in „Narrentaxis“ durch die Gegend kutschieren.

Die Einsatzzentrale leitet Rufbus-Verächter Dr. Georg Gafus. Auf dem Stadtplatz entsteht ein Zelt, in dem der arbeitslose Stadtnarrenrat einen Mitmachzirkus auf die Beine stellt.

Unter der Dirigentschaft von Miguel Hetzero gibt es ein riesiges Raunen, den Narrenrat als Clowns, Akrobaten und Feuerspucker zu bestaunen. Die Jugend soll einen Scooterloop bekommen und über allem stehen das liebe Geld und die Furcht, weiter in die roten „Miesen“ zu rutschen. Da gab der bisherige Rathauschef Hetzl aber Entwarnung. Der Geldsäckel sei gut gefüllt, am Schreibtisch würde viel Arbeit liegen, die Tollitäten können also an den Start gehen.

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