Zum Jubiläumsjahr stellten die Stefanskirchner Schützen einen Maibaum. Doch die Freude über das neue Traditionsstangerl währte nicht lange, denn die Haider Maibaumdiebe hatten ihre Ohren und auch „Spitzl“ überall und so bekam der rohe Maibaum schnell Füße. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion wurde der Baum entführt. Während die Schützen noch sinnierten, wo er sein könnte, meldeten sich die Diebe, um in Verhandlungen zu treten. Endlich wurde man sich einig, dass es eine Brotzeit und natürlich das nasse Beiwerk dazu geben wird. Im Gegenzug mussten die Diebe den Baum herrichten und beim Aufstellen helfen. Gesagt, getan. Ganz Stefanskirchen war auf den Beinen, um zuzusehen, wie der Baum zurückgebracht und auch aufgestellt wurde. Bereits zum Mittagstisch waren die Plätze gut besetzt. Von Weitem hörte man das Tuckern des alten Bulldogs, der den Baum und auch die Diebe transportierte. Wegen der großen Last ging dem Bulldog kurz vor dem Ziel der „Sprit“ aus. Schnell kamen die Eigentümer des Baumes und schenkten Flüssiges aus, damit der Baum es bis ans Ziel schafft. Schnell wurde das Traditionsstangerl geschmückt und gemeinsam stellten Besitzer und Diebe den Baum gut verankert an seinem Platz auf. Foto / text stettner