Kritische Worte zu den geplanten Windvorranggebieten

von Redaktion

Gemeinde moniert, dass sie eine Stellungnahme abgeben muss, ohne genaue Informationen zu bekommen

Engelsberg – Das Thema „Windvorranggebiet“ im neuen Regionalplan Südost-Oberbayern macht der Gemeinde Sorgen, sagte Bürgermeister Martin Lackner in der Gemeinderatssitzung. Man habe eine Stellungnahme dazu abgegeben, die negativ und sehr kritisch ausgefallen sei. So wurde das Windvorranggebiet im Eiglwald um 40 Hektar vergrößert, ohne genauere Angaben zu machen. Die Gemeinde wollte wissen, wo und warum das so sei. Bisher kam aber noch keine Rückäußerung. Dann wurden die Abstandsflächen neu definiert und unterschiedlich festgesetzt, was die Gemeinde Engelsberg ebenfalls monierte. Diese sollen von bisher 1000 Meter auf 500 Meter zu Einzelanwesen und 800 Metern zu Siedlungen reduziert werden. Auch das gefiel der Gemeinde nicht. Man werde die Öffentlichkeit beteiligen, damit deren Sorgen und Anregungen berücksichtigt werden könnten, die Bürger, so Lackner, sollten sich auf jeden Fall daran beteiligen dürfen. Der Regionalplan sieht ebenfalls vor, dass „Umweltgeschichten“, wie Lackner es nannte, nicht mehr allgemein sein, sondern im Rahmen des Planantrages zu erklären sind. Gemeinderat Karl Scheitzeneder (Freie Wähler) sagte, dass er auf diesen Regionalplan bereits angesprochen wurde und er finde es sehr gut, dass sich die Gemeinde kritisch dazu geäußert habe. Die Größe des Windvorranggebietes in Bezug auf die Gemeindefläche ist enorm und auch die Abstandsflächen müssen kritisch betrachtet werden. Dem konnte sich Zweiter Bürgermeister Hans Bauer (UBL) nur anschließen. Was denken die sich, fragte er sich, man solle hier eine Stellungnahme abgeben, ohne genaue Informationen zu bekommen. Dies sei echt eine ungute Situation. Franz Gsinn (FW) wollte den Auslöser dieser Fortschreibung wissen. Lackner meinte, dass Flächen mitaufgenommen werden und man abschätzen wolle, wie die Gemeinde zu andren Flächen für Windkraft außer dem Eiglwald steht. 1,1 bis 1,8 Prozent der Landkreisfläche soll für Windkraft erreicht werden, das sei ein laufender Prozess.gg

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