Ehemaligentreffen der „Neuberger“

von Redaktion

Behelfsbauten für die Realschule – Neues Logo für Schlossanlage Haag vor 25 Jahren

Haag – Vor 25 Jahren organisierte Maria Troche noch die Treffen der „Neuberger“. Die Firma war vor 60 Jahren geschlossen worden. Josef Neuberger war 1876 in einer Haager Uhrmacherfamilie geboren und hatte für das Radio in München den Radiometer gebaut. Später stellte er elektrotechnische Produkte her und zählte 235 Mitarbeiter.

In den 60er-Jahren hatte „Neuberger“ in Haag 500 Mitarbeiter. Die Firma hatte in München wie in Berlin Filialen.

Debatte über
Ampelanlage

Der Gemeinderat debattierte über eine Ampelanlage beim Löwenbrunnen und die „Kindergartennot“ angesichts steigender Kinderzahlen. 30 Eltern hatte der Gemeindekindergarten absagen müssen. Eine neue Nachmittagsgruppe wurde geplant.

Erinnert wurde an die fünf Ehrenbürger der Neuzeit: Pfarrer Anton Weinsteiger, Altbürgermeister Georg Jäger, Altbürgermeister Franz Stein und Pfarrer Karl Kaiser. Die Realschule zählte unter Rektor Dieter Landthaler 90 Schüler und fünf Pädagogen. Das sollte sich zum neuen Schuljahr ändern: 250 Schüler waren gemeldet. Dafür brauchte man Behelfsbauten. Die Lehrmittelausstattung galt als „großzügig“. Das ehemalige Kloster der Englischen Fräulein bildete das Zentrum und Schmuckstück der Schule.

Laute Kritik äußerten die Historiker und Heimatforscher Dr. Eugen Kellner und Rudolf Münch am geplanten Abriss des „Goethe-Hauses“ auf dem Areal des ehemaligen Klosters. Es sollte dem Neubau der Realschule weichen. Es beherbergte die Landwirtschaftsschule der Englischen Fräulein. Der Hof wurde auf 1650 datiert und ist im „Urbarsbüchl der Grafschaft“ als „Perckmair-Hof“ genannt. Hier hatte der Gründer der Haager Musikkapelle Reiter gewohnt.

Noch lebte die ungarisch-Haager Partnerschaft. 16 Jugendliche trafen sich mit Bürgermeister Hermann Dumbs am Grillfeuer in Oberndorf und führten ihre Ausflüge durch.

Betrauert wurde der Tod des Haager Arztes Dr. Christo Bayeff-Filloff, der 32 Jahre am Krankenhaus als Chirurg und Geburtshelfer gewirkt hatte.

Ein neues Logo mit der Schlossanlage von Haag vor aufgehender Sonne entwarf „Haag aktiv“ für ein Schild. Der bisherige Stellvertreter Helmut Schmid wurde neuer Vorsitzender und Nachfolger von Robert Morawietz. Er war damals Chef im Auto Center.

Chefarzt Dr. Hubert Dötterl hatte einen vollen Saal von Zuhörern zum „Haager Tag des Schlafes“ und zog die Bilanz: „30 Prozent der Erwachsenen leiden an Schlafstörungen.“ Zum Marktplatzfest gab es damals noch den Schlossturmlauf. Vorweg wurde die „Haager Messe“ von Rudi Pflaum mit elf Fahnenabordnungen gehalten. Die ungarischen Partner waren mit einer Zigeunerkapelle angereist, die dem Schulorchester unter Manfred Forster und der Albachinger Kapelle Konkurrenz machte. In der ehemaligen Turnhalle gab es Rock und Oldies, unter anderem mit den „Panzerknackern“.

Ausstellung der
Feuerschützen

Besondere Raritäten zeigte man im Bürgersaal von den Haager Malern Gustav und Hans Köhnlein, darunter die „Evangelienmänner“. Die Feuerschützen mit Helmut Wagner hatten diese Sonderausstellung, die hohe Resonanz fand, organisiert. Gustav Köhnlein war nämlich einst Schützenmeister der FSG.

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