Trauer am Ruperti-Gymnasium

von Redaktion

Abschied von Mühldorfs Gymnasial-Schulleiterin Christine Neumaier

Mühldorf – Seit 2021 war Christine Neumaier Schulleiterin am Ruperti-Gymnasium in Mühldorf. Ihre Schule weiterzuentwickeln, lag ihr am Herzen. Jetzt ist sie im Alter von 54 Jahren nach kurzer und schwerer Krankheit gestorben. Sie hinterlässt Ehemann und zwei erwachsene Töchter.

Mit großer Bestürzung reagierten alle, die vom frühen Tod der Mühldorfer Schulleiterin hörten. Eine Woche vor Beginn des neuen Schuljahres machte die traurige Nachricht ihre Runde im Kollegium des Ruperti-Gymnasiums Mühldorf, unter Schülern und Eltern.

Geboren wurde Christine Neumaier im April 1971 in Simbach. Nach Schulbesuch und Lehramtsstudium leistete sie von 1997 bis 1999 ihr Referendariat am Ruperti-Gymnasium in Mühldorf ab.

Ihre erste Stelle als Lehrerin trat sie 1999 am Gymnasium Traunreut an. Ab 11. September 2000 unterrichtete sie am Ruperti-Gymnasium Mühldorf die Fächer Deutsch und Englisch. Hier gehörte sie ab 2010 als stellvertretende Direktorin der Schulleitung an.

An ihrem Geburtstag im Jahr 2011 heiratete sie den Mühldorfer Markus Loibl, der zwei Töchter, damals zehn und 13 Jahre alt, mit in die Ehe brachte. Die Familie lebte in Dorfen (Landkreis Erding).

Beruflich wechselte sie 2013 als Schulleiterin an das Hertzhaimer Gymnasium Trostberg und kehrte schließlich im Schuljahr 2021 als Schulleiterin und Seminarvorstand zurück an das Gymnasium in Mühldorf. Ihr Hauptaugenmerk legte sie auf das Angebot des Ruperti-Gymnasiums, auf den Unterricht, die Zusammenarbeit mit Lehrern und Eltern. Und auf die Ausbildung der Referendare.

Im Oktober 2021 konnte sie zusammen mit der Schulfamilie „ihres“ Ruperti-Gymnasiums das 100-jährige Schuljubiläum feiern. Seit 2024 war sie stellvertretende Bezirksvorsitzende der Bayerischen Direktoren Vereinigung Oberbayern-Ost.

Ihre Schule lag ihr immer besonders am Herzen. „Es war ihr immer ein großes Anliegen, dass Schule und speziell ihre Schule sich entwickelt“, erzählt Markus Loibl über seine Frau. Sie hat sich für Schulentwicklungsthemen auf europäischer Ebene stark gemacht und hat in diesem Auftrag viele Auslandsschulen zur Hospitation und Erfahrungsaustausch besucht.

„Sie hat Dinge angepackt, wollte, dass sie laufen und sich entwickeln“, sagt Loibl. „Sie hatte große Freude am Leben, ging es teilweise selbstironisch an. Am Ende ihrer schulischen Laufbahn hätte sie gerne eine Auslandsschule geleitet.“

In ihrer Freizeit ging Christine Neumaier gerne wandern in den Südtiroler Bergen, sie kochte gerne nach internationalen Rezepten und backte auch ihr eigenes Brot. Sie interessierte sich für Sport, Mode, Kunst und Kultur, las gerne Bücher und besuchte Kunstausstellungen.

Christine Neumaier wurde bereits im engsten Familienkreis beigesetzt.

„Christine hinterlässt eine große Lücke an unserer Schule“, sagt Neumaiers Stellvertreter am Ruperti-Gymnasium, Philipp Wölfl, betroffen. „Sie war eine langjährige, sehr geschätzte Kollegin und hat viele Innovationen angestoßen, um das Ruperti-Gymnasium weiterzubringen.“

In der Schule wird in den nächsten Tagen ein Kondolenzbuch für die Verstorbene ausgelegt werden. Am 26. September wird sich die Schulfamilie mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Nikolaus von ihrer Schulleiterin verabschieden.

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