Ein Fest des Glaubens gefeiert

von Redaktion

Beim Erntedankgottesdienst zum Haager Herbstfest heißt es traditionell: innehalten. So haben die Gäste heuer den Glauben gefeiert.

Haag – Ein beeindruckendes Bild bot der Erntedankgottesdienst auf dem Marktplatz vor dem Schlossturmpanorama. Pfarrer Pawel Idkowiak und Pfarrerin Ruth Nun zelebrierten die Messe. Den politischen Beitrag lieferte Ulrich Niederschweiberer vom Bauernverband im Festzelt.

Sieben Kutschen mit Pferden befanden sich im Einsatz beim Kirchenzug zum Gottesdienst. Ein Gespann chauffierte die Ehrengäste der lokalpolitischen Prominenz, darunter Landrat Max Heimerl, Bürgermeisterin Sissi Schätz und die Geistlichkeit. Ein Pferdewagen zeigte das Burgmodell, weitere die Kirchenmodelle von Haag, Großschwindau und St. Wolfgang. Nicht fehlen durfte auch hier das Brauereigespann des Haager Weißbräu Unertl. Dem Festverein schlossen sich wieder zahlreiche Haager Vereine an. Vertreten waren auch die Pfarrgemeinden.

Pfarrer Pawel Idkowiak nannte das Erntedankfest „eine gute Gelegenheit, dass wir uns wieder vor Augen führen, wie viel Gutes wir von Gott haben“. Reichtum dürfe den Menschen aber nicht übermütig machen. Davor warne das Alte Testament mit dem Beispiel der vollen Scheunen. Mehr als eine volle Scheune würden ein „liebevolles Wort, ein dankbarer Blick, eine aufmunternde Geste, eine hilfreiche Hand“ zählen. So könne man vor Gott reich werden.

Festvereinsvorsitzender Wolfgang Heindl resümierte: „Dem Haager Festverein ist es wichtig, die altbayerische Tradition, den Glauben und den Bezug zur Landwirtschaft auf dem Herbstfest hochzuhalten.“ In diesem Sinne war der Kreisobmann des Bauernverbands , Ulrich Niederschweiberer, als Hauptredner des Erntedanktages geladen.

Die Zukunft der
Landwirtschaft

Im Bräustüberl-Festzelt galten seine Ausführungen der „Zukunft der Landwirtschaft“. Vorweg bedankte sich Bürgermeisterin Sissi Schätz für den Einsatz der Haager Vereine und Organisator Dr. Stefan Dörfler für „ein Superfestzelt“. Landrat Max Heimerl gratulierte den Haagern zu ihrer „grandiosen Leistung“ rund um das Herbstfest. Dank gelte am Tag der Landwirtschaft vor allem den Bäuerinnen und Bauern, die nicht nur im Landkreis Mühldorf einen „entscheidenden Wirtschaftsfaktor“ darstellen würden.

Ulrich Niederschweiberer stellte das Danke für die Gesundheit und Ernte an oberste Stelle. Die Welt der Bauern sei in Ordnung, „wenn wir aufstehen und unsere Arbeit machen können“. Die Landwirtschaft profitiert vor allem von den kleineren Familienbetrieben, doch: „Die Strukturen haben sich verändert“, so Niederschweiberer angesichts der Tatsache, dass ein Überleben oft nur in großen Einheiten möglich sei.

Er mache sich Sorgen um die Zukunft der Landwirtschaft. In den Betrieben stelle er viel Engagement fest. Tierwohl stehe an oberster Stelle. Wichtiger denn je seien die regionalen Produkte. Wenn die Bevölkerung sie schätze und annehme, sei die Zukunft der Landwirtschaft gesichert.

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