Schwindegg – Es ist ganz still im Pfarrheim. Kaum zu glauben, dass dort eine Party mit dreizehn Kindern stattfindet. Aus der Küche strömt Popcornduft. Nebenan wird im großen Saal Flüsterpost gespielt; dazu muss man leise sein. Einige Kinder basteln parallel dazu Lesezeichen, die sie mit Glitzer verzieren. Gleich darauf wird es lebhaft bei „Reise nach Jerusalem“ oder beim „Stopptanz“. Doch das Glanzlicht der Lesefest-Party des Büchereiteams ist die große Verlosung.
Den ganzen Sommer über lief die Aktion „Leseabenteuer“ in der Bücherei. Dafür hatte das Büchereiteam Bücher zusammengestellt, die von den Kindern der ersten bis vierten Klasse ausgeliehen werden durften.
Bei der Rückgabe wurden die Kinder zu den Inhalten ihres Buches befragt. Wer die Fragen richtig beantworten konnte, erhielt einen Stempel.
Die ganzen Sommerferien über wurde fleißig gelesen. Die Aktion, die zum ersten Mal stattfand, wurde sehr gut angenommen. 26 Kinder hatten sich zum Programm angemeldet und entdeckten viele spannende Geschichten.
150 Bücher wurden in der Ferienzeit ausgeliehen und gelesen. Mindestens drei Bücher sollten die Kinder lesen, denn mit drei Stempeln durften sie an der Verlosung teilnehmen.
Bürgermeister Roland Kamhuber kam zur Lesefest-Party, die zum Ende der Aktion stattfand, und spielte die Losfee. „Lesen macht Spaß und man lernt etwas dabei“, gab er den Kindern mit, bevor er in die große, grüne Losbox griff und ein Los herauszog. Er verkündete den Namen der Gewinnerin: Isabell.
Isabell hüpfte vor Freude. Sie hatte einen Besuch im Wildpark Oberreith gewonnen und durfte im Pfarrheim eine von der Decke hängende Piñata öffnen. Die bunte Pappfigur flog durch die Luft, als das Mädchen draufklopfte, und Süßigkeiten für alle Kinder fielen heraus. Anschließend verlieh der Bürgermeister Urkunden für die Teilnahme und jedes Kind durfte sich von einem Geschenketisch ein Geschenk aussuchen.
Die Aktion Leseabenteuer mit der Lesefest-Party zum Abschluss war ein voller Erfolg, und das Büchereiteam war mit der Leseförderung sehr zufrieden. Schon wird die nächste Aktion geplant.
Für die Ukraine werden Bücher und Spiele gesammelt, die zu Gust Obermeier gebracht werden und mit der laufenden Spendenaktion versandt werden. „Auch deutsche Bücher können in der Ukraine gelesen werden“, erklärt Renate Grundner, die Leiterin des Büchereiteams. sn