Ein ganzes Dorf im Oldtimer-Fieber

von Redaktion

Zum 40-jährigen Bestehen des Vehikelclubs kommen über 2500 Besucher

Taufkirchen – Da war einiges los in Taufkirchen: Der Vehikelclub hatte wieder zum Oldtimer-Treffen eingeladen und eine unüberschaubare Schar von Interessierten hat das ganze Dorf belagert.

Genau 40 Jahre sind es heuer, dass der Vehikelclub Taufkirchen (VC) 1985 auf die Initiative von fünf Männern gegründet wurde. Dies waren damals Alfons Binder, Artur Regenfelder, Anton Auer, Hans Gottbrecht und Günter Götzinger.

Im Jubiläumsjahr war das 33. Treffen, das vorher viele Jahre in Gallenbach und nun zum vierten Mal im Dorf von Taufkirchen veranstaltet wurde. „Das haben sich die Gründerväter damals vor 40 Jahren sicherlich nicht träumen lassen, wie sich das entwickelt hat und was da heuer los war“, war Altbürgermeister Jakob Bichlmaier begeistert.

Doppelt so viele
Besucher wie erwartet

Er ist ebenfalls Vereinsmitglied und auf seinen Oldtimer „Mercedes E-Klasse“ (Baujahr 1994) stolz, den er als Vier-Sitzer-Cabrio fährt. „Es sind über 2500 Leute nach Taufkirchen gekommen; doppelt so viele, wie wir erwartet hatten. Das ganze Dorf war vollgestellt mit lauter Sitzgarnituren und noch dazu hatten wir ein tolles, sommerliches Festwetter“, schwärmte Oldtimerfreund Bichlmaier.

So hatten sich die Fahrzeuglenker von rund 500 Oldtimern, etwa 200 Motorrad-Veteranen und 150 alten Bulldogs auf den Weg nach Taufkirchen gemacht, um bei diesem Oldie-Treffen dabei zu sein. Die weiteste Anreise von 400 Kilometern hatte ein Fahrer auf sich genommen, der von Böblingen mit einem umgebauten „Holzgaser-Opel“ angereist war. Viele waren auch aus der Umgebung von Rosenheim, Landshut, Dingolfing, Pfarrkirchen oder weiteren Landkreisen mit dabei. Besondere Beachtung fand ein „Ford-T-Modell“ aus dem Baujahr 1929, das auf der Achse hergefahren war. Ebenfalls waren alte Rolls Royce zu bestaunen.

Erwähnenswert waren zudem die besonderen Maschinen und Geräte, die der Taufkirchner Hans Gottbrecht ausgestellt hatte oder auch die hervorragend restaurierten „Deutz-Schlepper“ von Johann Sax aus Ensdorf. Aber nicht nur die zahlreichen „Gefährte auf Rädern“ belagerten das Dorf Taufkirchen, ein Teilemarkt lockte viele Interessierte an. Schon in den frühen Morgenstunden bauten 30 Fieranten ihre Stände die ganze Dorfstraße entlang mit allerlei Klein- oder Ersatzteilen auf. Und mancher Oldiefreund wollte als Erster da sein, um vielleicht das eine oder andere Teil zu finden, das er für sein Gefährt noch gesucht hat.

Natürlich musste diese große Besucherschar auch verköstigt werden. Dafür sorgten in vorbildlicher Weise der Verein mit vielen Helfern und das Gasthaus Sahlstorfer. So wurden sogar aus zwei alten Getreide-Baumaschinen zwei Grills zusammengebaut und darauf fleißig gebrutzelt.

Die rund 50 Helfer, die etwa als Einweiser, an der Kasse oder in vielen anderen Funktionen tätig waren, wurden mit einem „Durst-Lösch-Traki“ versorgt, der für viele Lacher sorgte. Auch die musikalische Unterhaltung kam nicht zu kurz, denn die heimische Dixi-Band „The Tumblin‘ Tones“ spielte Oldies aus den 60er- und 70er-Jahren. Dazu flogen sogar bei manchen die passenden „Petticoats“, als sie einen flotten „Boogie Woogie“ oder „Rock’n’Roll“ aufs Parkett legten – und dies mitten auf dem Taufkirchner Dorfplatz.

Vorstandschaft vom
Zulauf überwältigt

Für den VC-Vorsitzenden Reinhard Wastlhuber, der erst im vorigen Jahr in dieses Amt gewählt wurde, war es das erste Oldtimer-Treffen unter seiner Führung. Er und sein gesamtes Vorstandsteam waren überwältigt, dass diese Jubiläumsveranstaltung so großen Zulauf fand.

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