„Waldkraiburg braucht einen Neustart“

von Redaktion

Kommunalwahl 2026 Grüne nominieren einstimmig ihren Bürgermeisterkandidaten

Waldkraiburg – Die Grünen schicken Christoph Arz ins Rennen um das Waldkraiburger Bürgermeisteramt. Der 28-jährige Stadtrat wurde bei der Nominierungsversammlung mit 100 Prozent der Stimmen gewählt – ein Ergebnis, das ihn selbst sichtlich freute. „Aber klar ist auch: Ich brauche jede Unterstützung im Wahlkampf“, betonte Arz. In seiner Rede sprach er von einer schwierigen Stimmung in der Stadt. „So schlecht wie jetzt war es in Waldkraiburg noch nie – weder in der Bevölkerung noch in der Kommunalpolitik. Es herrscht Frust“, sagte er. Mit seiner Kandidatur wolle er ein „grünes Angebot für einen Neustart“ machen.

In vielen Themen der
Stadtpolitik zu Hause

Arz ist in Waldkraiburg aufgewachsen, hat Politikwissenschaft in München studiert und arbeitet derzeit bei der Stadtschülervertretung im Münchner Rathaus. Dort unterstützt er junge Menschen, ihre Interessen gegenüber Politik und Verwaltung zu vertreten. Im Waldkraiburger Stadtrat sitzt er seit 2020, zog damals mit 24 Jahren ein. Derzeit hat er die Position des Jugendreferenten inne, er sieht sich aber auch in vielen anderen Themen der Stadtpolitik zu Hause.

Aus einer Spätaussiedlerfamilie stammend, setzt Arz stark auf den Zusammenhalt in der Stadt: „Wir müssen mehr miteinander ins Gespräch kommen und die Vielfalt nutzen. Waldkraiburg hat so viele kluge Köpfe, gute Ideen und wertvolle Traditionen. All das möchte ich als Bürgermeister zusammenbringen – damit unsere Stadt lebenswerter und zukunftsfähiger wird.“ Mit seiner Kandidatur stehen damit bereits die Bürgermeisterkandidaten für CSU, SPD, UWG und Grüne fest. Der Ortsvorstand der Grünen steht geschlossen hinter der Kandidatur. „Wir treten mit einem engagierten Wahlkampf an, der die Bürger überzeugt“, sagte Vorstandsmitglied Hans Grundner und er machte deutlich: „Wir wollen Verantwortung tragen und die Stadt voranbringen. Das trauen wir uns mit diesem Bürgermeisterkandidaten und einer starken Stadtratsliste zu.“

Er ist überzeugt: „Die Enttäuschung über die Amtsführung des Bürgermeisters hat sich längst sogar in die Reihen seiner eigenen Gruppierung hineingefressen. Waldkraiburg fehlt es an Führung, der amtierende Bürgermeister hat zwölf Jahre Zeit gehabt, um ein Profil zu entwickeln, er hat diese Zeit leider nicht genutzt“.

Grundner machte auch deutlich, dass man auf keinen Fall das Feld den „Miesmachern von rechts“ überlassen dürfe: „Wir wollen die positive Alternative bieten, die es besser macht.“

Anders als 2020 öffnen die Grünen ihre Liste diesmal auch für parteiunabhängige Bewerber.

Auch die grüne Landtagsabgeordnete Claudia Köhler betonte die Bedeutung der Kommunalwahl im März 2026. „Die Demokratie hat ihre Wurzeln in den Gemeinden. Hier müssen die Menschen sie als unverzichtbar und wichtig erleben – sonst gerät sie in Gefahr.“ Sie freue sich, dass die Waldkraiburger Grünen mit einem „so engagierten und kompetenten Bewerber“ antreten. Als die Stimmen ausgezählt waren und das einstimmige Votum für Christoph Arz bekannt gegeben wurde, gab es viel Beifall und viele gute Wünsche für den neuen Kandidaten – und der will jetzt durchstarten: „Wir packen das jetzt an, das sind wir unserer Heimatstadt schuldig!“

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