Platz in der Dorfgemeinschaft sicher

Die Gäste drängten zum Schluss noch zu einer Zugabe des Männergesangvereins; begleitet vom Vorsitzenden Georg Bogner auf der Ziach. Foto fenninger

Die Gäste drängten zum Schluss noch zu einer Zugabe des Männergesangvereins; begleitet vom Vorsitzenden Georg Bogner auf der Ziach. Foto fenninger

Männergesangverein Zangberg besteht seit 75 Jahren

Von Benno Fenninger

Zangberg – Der Gemeindesaal war bis auf den letzten Platz gefüllt, als der Männergesangverein Zangberg sein 75-jähriges Bestehen feierte. Ein Abend voller Musik, Erinnerungen und bewegender Momente ließ die lange Geschichte des Vereins lebendig werden – getragen von jenen Stimmen, die den Chor seit Jahrzehnten prägen.

Der Vorsitzende Georg Bogner eröffnete die Feier, bevor Sprecher Walter Holzner das Publikum mit auf eine Reise durch die Vereinsgeschichte nahm. In eindrucksvollen Rückblicken erinnerte er an die Gründung im Jahr 1950 in der Gastwirtschaft Stoiber, an die ersten Sänger um Hans Birkner und Julius Fiebiger, und an die vielen Etappen, die den Chor bis heute begleitet haben.

Zwischen den Erzählungen erklang immer wieder Musik – mal heiter, mal feierlich, mal voller Wehmut. Der Männerchor eröffnete mit „Wenn des Singen net war“ und „Zu guater Stund a Liadl“, gefolgt vom zarten Klang der Bettstetter Harfenmusi mit dem „Liadalich-Walzer“.

Schon nach den ersten Tönen war spürbar: hier wird Musik nicht nur aufgeführt, sondern gelebt. Mit „Auf, auf zum fröhlichen Jagen“ und „Wie lieblich schallt durch Busch und Wald“ ließen die neun Sänger unter Leitung von Klaus Asenbeck den Geist vergangener Zeiten aufleben.

Unterstützt wurde der Chor dabei immer wieder von treuen musikalischen Wegbegleitern: den Bläsern mit der „Fuchsgrabenpolka“, der Gruppe Zammagfundn (die sich zum 60. Jubiläum tatsächlich zammagfundn ham), dem Kirchenchor sowie der Harfenmusi.

Ein besonderes Schmankerl war der Überraschungsgast – die „Schönheitskönigin von Schneitzlreuth“, die mit Charme und Witz den Saal zum Lachen brachte. Emotionale Gänsehautmomente boten das gemeinsame Lied „Wahre Freundschaft“ mit Chor und Bläsern sowie der Kirchenchor mit „Du großer Gott“.

Spätestens beim beschwingten „Ein Freund, ein guter Freund“ sangen viele Gäste leise mit – als Zeichen dafür, dass die Lieder des MGV Zangberg längst über Generationen hinausgewachsen sind.

Am Ende des Abends erklang, gemeinsam mit der Bettstetter Harfenmusi, das innige „Fein sein, beinander bleiben“. Ein musikalisches Schlusswort, das nicht besser hätte passen können, ist es doch der aktuelle Leitsatz der Sänger.

Der Vorsitzende Georg Bogner betonte, dass der Verein trotz kleinerer Sängerzahl seinen Platz in der Dorfgemeinschaft sicher hat und diese Gemeinschaft zeigt: Wo gesungen wird, da lebt die Seele des Dorfes.

Artikel 1 von 185
Samstag, 11. Juli 2026
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie das OVB ePaper in Top-Qualität und testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos und unverbindlich.