Positive Bilanz gezogen
Mit unterschiedlichen Broschüren macht der Tourismusverband Inn-Salzach auf die Region und ihre Schönheiten aufmerksam. Foto kreibich
Tourismusverband Inn-Salzach mit 2024 zufrieden
Mühldorf/Altötting – Der Tourismusverband Inn-Salzach gab bei der Jahresversammlung einen Überblick über Zahlen, Projekte und Pläne.
Richard Neubeck, Kämmerer am Landratsamt, stellte die Jahresrechnung des Verbandes für das Jahr 2024 vor. Sie sei „unspektakulär, aber solide“, wie er betonte. Der Gesamthaushalt für das Jahr 2024 lag demnach bei 853721 Euro, davon entfielen 656019 auf den Verwaltungshaushalt, 197702 Euro auf den Vermögenshaushalt. Um den Haushalt ausgeglichen zu halten, war allerdings eine Zuführung von 200000 Euro aus den Rücklagen notwendig. Die entsprechende Haushaltssatzung für 2024 wurde einstimmig beschlossen, geprüft und für korrekt befunden wurde das finanzielle Gebaren von Kreisrechnungsprüfer Stefan Scharing, die Vorstandschaft konnte entlastet werden.
Die Tourismusregion Inn-Salzach profitiert derzeit vom Trend zum Deutschlandtourismus, denn deutschlandweit war 2024 ein Rekordjahr: 496,1 Millionen Übernachtungen bedeuteten ein Plus von 1,9 Prozent. Auch die Region Inn-Salzach konnte einen Teil des großen Kuchens abschneiden – deutsche Gäste übernachteten 414630-mal, Österreicher 21682-mal. Insgesamt wurden 602000 Übernachtungen gezählt, hinzu kamen rund 7,4 Millionen Tagesausflüge.
Besonders beliebt seien weiterhin die Pilgerwege, etwa der „Benediktweg“, ebenso die ausgebauten Radstrecken. Die Radkarten des Verbands erscheinen jetzt in einer neuen Auflage – dafür sind alle Routen abgefahren und überarbeitet worden. Zusätzliche Schilder und Alternativrouten ergänzen das Angebot. „Die Nachfrage nach den Radl-Karten ist ungebrochen“, stellte Niedermaier klar. Die größte Gruppe der Radler sei zwischen 50 und 70 Jahren.
Zur Fahrradfreundlichkeit gehörten auch auffällige Aktionen wie das „Upcycling“ von gespendeten Fahrrädern, die an markanten Punkten als Hingucker und Werbeträger dienen – allerdings: „Wir haben jetzt einen großen Bestand an ausgemusterten Rädern, die wir jetzt entsprechend aufarbeiten können – von weiteren Radspenden bitten wir daher abzusehen“, so der Verbandsgeschäftsführer. Mit der TH Rosenheim habe man das Projekt „digi-prosa“ gestartet, das familienfreundliche Angebote digital besser sichtbar machen soll.
Ein Schwerpunkt der Verbandsarbeit bleibt die Werbung für den Tourismus in der Region. In einer Reel-Kampagne auf Instagram, Youtube und Facebook werden „Gesichter der Region“ gezeigt, auch mit Influencern wird zusammengearbeitet. Zudem ist ein großformatiges Magazin erschienen, ebenso eine 40-seitige attraktive Imagebroschüre. Der DuMont-Verlag hat das Buch „52 große und kleine Eskapaden im Bayerischen Inn-Salzach“ veröffentlicht, das Lust auf Ausflüge machen soll – dieses Buch ist im Handel erhältlich und sicher auch für „Hiesige“ interessant, darin waren sich die Gremiumsmitglieder einig.
Mit Ständen bei großen Messen wie der CMT Stuttgart, der f.re.e München und der RadReisemesse präsentierte sich die Region ebenso wie bei Veranstaltungen vor Ort, etwa dem Fahrradwochenende in Altötting oder der Pumptrack-Eröffnung in Mühldorf. Auch mit regionalen Produzenten gab es Kooperationen – so etwa mit der Firma Baumann (Senfherstellung) und der Bruckmayer-Mühle (Müsliriegel). In Eigenregie ließ der Verband Werbematerial wie Sticker, Taschen oder Postkarten produzieren.