„Neue Chance für den Stadtpark-Kiosk?“ vom 26. September und „Neue Chance, aber Ärger um CSU-Post“ vom 22. September.
Die Berichterstattung zum Beschluss des Bauausschusses über den Betrieb des Stadtpark-Kiosk durch den Bund Naturschutz, ganz besonders der zweite Artikel dazu, hat mich wirklich geärgert. Denn der Beitrag tut so, als gäbe es eine echte zweite Chance für den Stadtpark-Kiosk.
Ich war zufällig in jener Sitzung und habe mich gefreut, als sich zuerst Christoph Vetter dafür stark machte, dem Vorschlag des Bund Naturschutz eine Chance zu geben. Ich fand es auch gut, dass Stephanie Pollmann sich dafür ausgesprochen hat, die Rückbaukosten nicht dem Bund Naturschutz aufzubürden.
Der Beschluss danach hat mich jedoch erschüttert. Der Abteilungsleiter für Stadtentwicklung, Carsten Schwunk, erklärte in der Sitzung, dass insbesondere der Rückbau der Glaselemente über dem Kiosk teuer und aufwändig sei, weil man dafür Maschinen brauche. Trotzdem hat der Ausschuss einstimmig (!) und ohne weitere Diskussion beschlossen, dem Vorschlag des Bund Naturschutz zwar zuzustimmen, ihm aber gleichzeitig den teuren oberirdischen Rückbau aufzuladen, für den Fall, dass der Betrieb des Kiosks nicht gelingt.
Meiner Meinung nach ist das ein unanständiger Beschluss, dem der Bund Naturschutz kaum folgen kann. Wie soll er dieses Risiko zusätzlich zu rund 4000 Euro Investition für die Renovierung und den Aufwand für den Betrieb tragen?
Traurig, dass unser Bürgermeister ehrenamtliches Engagement, das so dringend gebraucht wird, abwürgt, um ein paar Tausend Euro zu sparen und traurig, dass sich der gesamte Bauausschuss in der Sitzung hat über den Tisch ziehen lassen.
Anette Wienes
Waldkraiburg