Künstler Manuel präsentiert seine Werke. Foto rath

Künstler Manuel präsentiert seine Werke. Foto rath

Studenten organisieren zum dritten Mal eine Kunstausstellung am Campus Mühldorf

von Hans Rath

Mühldorf – Zum dritten Mal wurde am Campus Mühldorf eine Kunstausstellung eröffnet, wieder waren es die beiden Studierenden Melanie Kalocik aus Waldkraiburg und Tobias Sendler (von Passau nach Mühldorf gezogen), die die Hauptorganisation übernommen hatten. In diesem Jahr war es ihnen gelungen 35 Künstler mit 65 Werken für die Ausstellung „Identität und Heimat: Jede(r) hat eine Geschichte“ zu gewinnen.

Hoher Besuch war dazu mit Landrat Max Heimerl, Bezirksrätin Claudia Hausberger und Bürgermeister Michael Hetzl erschienen.

Eigene Geschichten
und Vorstellungen

Professor Dr. Alp Aslan, seines Zeichens Dekan der Fakultät für Sozialwissenschaften, führte Folgendes aus: „Unsere Ausstellung zeigt, wie viel Kreativität, Eigeninitiative und Engagement in unseren Studierenden steckt. Die ‚MüHo – Jede(r) kann Kunst‘ hat sich in Mühldorf als Institution etabliert.

Das diesjährige Thema ‚Identität und Heimat‘ ist künstlerisch spannend und gesellschaftlich und politisch hochaktuell. ‚Heimat‘ ist für viele klar definierbar, für andere etwas Vergessenes. ‚Identität‘ ist das, was wir sind, was uns ausmacht. Jede Künstlerin und jeder Künstler bringt seine eigenen Geschichten und Vorstellungen zum Thema ‚Heimat und Identität‘ mit. Unser Campus wird so nicht nur Ort des Lernens, sondern ein Ort der Begegnung, des Austausches und der Integration“.

Selbstverständlich sprach auch Landrat Max Heimerl ein Grußwort, er zeigte sich auch erfreut über den Besuch einer Gruppe von „Ehrko Beschützendes Wohnzentrum“ aus seiner Heimatstadt Neumarkt/St. Veit, einer Einrichtung, die für psychisch kranke Erwachsene sorgt. Mit Manuela Schmitt und Mia Kaiser waren sie zur Ausstellungseröffnung gekommen.

Zwei ihrer Klienten, Manuel und Stefan hatten nämlich Werke zur Ausstellung kreiert. Max Heimerl bezeichnete den Campus als „wissenschaftliches Kraftzentrum“ und sagte des Weiteren: „Kunstwerke treten zum Betrachter in einen Dialog, ich bin schon auf meine eigene Reaktion gespannt. Mir gefällt am besten die Definition des Begriffes ‚Heimat‘ von Otfried Fischer: ‚Heimat ist da, wo einem die Todesanzeigen etwas sagen‘. Das umfasst aber auch den Ort, wo man die Umgebung kennt und wo man sich zu Hause fühlt“.

Bürgermeister Michael Hetzl freute sich über eine zeitgleich laufende zweite Ausstellung in der Kreisstadt: „Erst vor Kurzem haben wir im Amtsgericht die Ausstellung ‚Das Leben ist bunt‘ von Petra Kreuzpointner eröffnet. Diese Ausstellungen bereichern die Stadt. Für die Studierenden ist der Campus Mühldorf eine Heimat auf Zeit“.

Zum Schluss kam die Studentin Melanie Kalocik zu Wort: „Der ‚Fachtag für Flucht und Migration‘ hat uns zu dieser Ausstellung inspiriert, er fand hier am Campus statt. Geschichten von Herkunft, Ankunft und Heimat werden sichtbar. Es sind Vielfalt und Menschlichkeit an unserer Hochschule zentral, Hass und Gewalt dürfen in unserer Gesellschaft keinen Platz haben. Hier hilft die Kunst, sie kann Brücken bauen, Menschen ins Gespräch bringen und neue Perspektiven aufzeigen“

Ihr Kommilitone Tobias Sendler ergänzte: „Sie können in den nächsten Tagen die Ausstellung in den Räumen sehen, die wir jetzt für Sie öffnen. Später werden die Kunstwerke in den Gängen verteilt, sie können zu den üblichen Öffnungszeiten des Campus besichtigt werden“.

Nun konnten die 65 Exponate angeschaut werden, darunter waren Acrylbilder, Ölgemälde, Tuschezeichnungen und vieles mehr. Es gab auch die Möglichkeit, im Raum für aktive Kunst zusammen mit anderen Gästen ein Kunstwerk zu schaffen.

Kampagne
gegen Rassismus

Um 18.15 Uhr führte Geschäftsführerin Angelika Tönshoff durch das Campusgebäude, um 18.45 Uhr wurde ein Film zum Thema „30 Jahre Lichterkette“ gezeigt. Dahinter verbirgt sich eine bundesweite Kampagne gegen Rassismus und für Vielfalt und Menschlichkeit.

Kreativität und Eigeninitiative

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Samstag, 11. Juli 2026
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