Nachruf

Ranoldsberg – Anni Lanzinger ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Pfarrvikar Muton Kole Muyombi zelebrierte die Eucharistiefeier, der Ranoldsberger Kirchenchor begleitete die Trauerfeier. Die Fürbitten wurden von den fünf Enkelkindern vorgetragen.

Als Anna Mittermeier wurde sie am 24. August 1929 in einem „Zenger“ in Ranoldsberg, früher Gemeinde Jul, geboren und wuchs hier mit ihrem älteren Bruder Xaver auf. Schon in frühester Jugendzeit wurde sie mit der bäuerlichen Arbeit vertraut gemacht, fand Gefallen daran und war zeitlebens eine angesehene Bäuerin. Nach dem Besuch der Volksschule in Seifriedswörth wurde sie in den elterlichen Betrieb eingebunden, ging noch nebenbei auf den umliegenden Höfen zum Tagwerken.

Sie lernte den Landwirt Johann Lanzinger kennen und beide feierten am 15. März 1958 ihre Hochzeit. Der Hof in Lanzing wurde übernommen und sie bewirtschafteten ihn mit viel Einsatz und Fleiß. Ihr Glück machte die Geburt von Tochter Theresa und Sohn Hans perfekt. Ihr Herz ging auf, wenn sie ihre fünf Enkelkinder Barbara, Michael, Anna, Franz und Stephan um sich haben konnte. Vor allem die Familie und Freundschaften hatten einen hohen Stellenwert für sie. 1998 verstarb ihr Ehemann Johann, ein tiefer Schicksalsschlag, von dem sie sich kaum erholte. 2001 musste sie ihre geliebte Tochter Theresa zu Grabe tragen. Trotz dieser Schmerzen blieb sie stark und half bis ins hohe Alter noch täglich auf dem Hof mit. Erholung und Entspannung vom Arbeitsleben fand sie bei den Busreisen und den wöchentlichen Ausflügen mit ihrer Freundin Hilde.

Viele glückliche Momente erlebte sie mit ihren fünf Urenkeln Leonie, Korbinian, Anna, Sophie und Lotta und dem leidenschaftlichen Kartenspiel. Sie liebte es, Wintersport im Fernsehen zu verfolgen, auch Unterhaltungssendungen sah sie gerne. Anni Lanzinger war fest im Dorfleben in Ranoldsberg integriert. Man sah sie gerne beim Engoldinger Frauenstammtisch, sie hielt auch Freundschaften durch tägliche Telefonate. Sie war Hausfrau und Mutter in Vollzeit, dazu kamen noch Garten und Blumen.

Anni Lanzinger war ein geerdeter Mensch mit einem festen Glauben als wichtigem Mittelpunkt. Ein Muss waren für sie die Kirchgänge und das Gebet, über 15 Jahre besuchte sie regelmäßig den Rosenkranz, gehörte auch den Rosenkranzschwestern an.

Sie wusste, dass der Tod zum Leben gehört und hat um eine gute Sterbestunde gebeten. Dieser Wunsch wurde ihr jetzt erfüllt. In den letzten Monaten machte sich eine Demenz langsam bemerkbar. Sie konnte ihren Alltag bis zum Schluss selbstständig meistern, Hilfe erfuhr sie von ihrer Schwiegertochter Maria. Und so kam es, dass Anni Lanzinger plötzlich und unerwartet zu Hause friedlich einschlief. Die Verstorbene hat den Angehörigen viel Liebe geschenkt und durch ihre Herzlichkeit das Leben bereichert. Der Engoldinger Frauenstammtisch verabschiedete sich mit einem Nachruf von ihrem Gründungsmitglied. fma

<p>Anni Lanzinger</p>

Anni Lanzinger

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Samstag, 11. Juli 2026
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