Doppeljubiläum mit Politprominenz

von Redaktion

CSU und Frauen-Union feiern im Haus der Kultur 70 und 50 Jahre

Waldkraiburg – Nicht jeder kann sich zu seiner Geburtstagsfeier einen hochrangigen Gast einladen. Die CSU Waldkraiburg und die Waldkraiburger Frauen-Union aber schon. Der Anlass gab allen Grund dazu: Am Donnerstag, 2. Oktober, feierten die Christsozialen in der KuBar im Haus der Kultur ein Doppeljubiläum: 70 Jahre CSU-Ortsverein und 50 Jahre Frauen-Union (FU) Waldkraiburg. 

Grund genug, die Gläser zu heben und mit Klaus Holetschek, CSU-Fraktionsvorsitzender im Bayerischen Landtag, zu feiern. Der Ehrengast erschien zwar etwas später zur Veranstaltung, wurde dafür aber umso herzlicher und mit viel Applaus empfangen. 

Susanne König, Ortsvorsitzende der CSU, begrüßte zu Beginn der Feierstunde eine Reihe prominenter Gäste: unter ihnen der Bundestagsabgeordnete Stephan Mayer, Landtagsabgeordneter Sascha Schnürer, der ehemalige Staatsminister Dr. Marcel Huber, Landrat Max Heimerl, Bezirksrätin Claudia Hausberger und Barbara Fuchshuber, Kreisvorsitzende der Frauen-Union. Auch der CSU-Ehrenvorsitzende Dietmar Heller war mit seiner Gattin Kriemhild angereist. 

Am 23. Juli 1955 wurde im Wirtshaus Weißer Hirsch der CSU-Ortsverein aus der Taufe gehoben. Den Vorsitz übernahm Emil Lode. Es folgten im Laufe der Zeit neun weitere Vorsitzende. 

Großartige Leistung
für Waldkraiburg

„Ich bin jetzt die elfte in dieser Runde“, erklärte König. Sie betonte, die Vorsitzenden sowie die CSU im Allgemeinen hätten die Stadt geprägt, weil sie wichtige Aufgaben und Verantwortung übernahmen. Ihre Arbeit sei charakterisiert gewesen von Mut, Weitblick, Hartnäckigkeit, Sympathie und Empathie. Gerade die Bürgermeister Hubert Rösler (1950 bis 1966), Jochen Fischer (1984 bis 2002) und Siegfried Klika (2002 bis 2014) hätten jeweils in ihrer Zeit Großartiges geleistet. Susanne König erinnerte beispielsweise an den Erdgasanschluss und an die Schulbauten, die Hubert Rösler zu verdanken seien. 

In der Amtszeit von Jochen Fischer wurden das Haus der Kultur gebaut, ein eigenständiges Mittelzentrum geschaffen und ein Vollgymnasium errichtet. Siegfried Klika könne sich die Geothermie und die Schulschwimmhalle auf seine Fahnen heften. In den 70 Jahren CSU Waldkraiburg stellte die Partei 46 Jahre den Bürgermeister. 

Weil die FU-Ortsvorsitzende Christine Graupner krankheitsbedingt bei der Jubiläumsfeier fehlte, übernahm ihre Stellvertreterin, Charlotte Konrad, die Begrüßung. Die erste Ortsversammlung der FU am 1. April 1975 zählte 17 Mitglieder. Die Leitung übernahm Kriemhild Heller. 

„Von Beginn an war und ist die Frauen-Union nicht nur ein Ort des politischen Austausches, sondern auch ein lebendiger Teil des gesellschaftlichen Lebens in der Stadt“, bekräftigte Konrad und nannte in diesem Zusammenhang den Start des Ferienprogramms, Ausflüge zu Theateraufführungen, Reisen und Veranstaltungen wie den Wohlfühltag, der am 25. Oktober wieder im Haus der Kultur stattfindet. 

Die FU blicke stolz auf die letzten 50 Jahre zurück, in denen sie sich stets aktiv in Politik und Gesellschaft eingebracht habe, sagte Konrad. Viele bedeutende Namen würden für die FU stehen.  Konrad erwähnte die Ehrenschatzmeisterin Inge Schnabl sowie Eva Köhr, Ehrenkreisvorsitzende der FU, die viele Jahre stellvertretende Landrätin gewesen ist. 

Klares Ziel für die
Kommunalwahl

Die Geburtstagsgesellschaft versammelte sich nach dem ersten offiziellen Teil zu einem Stehempfang, gesponsert vom CSU-Bürgermeisterkandidaten Emil Kirchmeier, im Foyer des Kulturhauses. Susanne König vergaß nicht zu erwähnen, dass bei der Kommunalwahl am 8. März 2026 die Eroberung des Rathauses das Ziel sei. „Kirchmeier ist ein extrem motivierter Kandidat, der hervorragend unsere Werte vertritt. Wir werden gemeinsam einen engagierten Wahlkampf führen“, versprach die Ortsvorsitzende. 

Als zu späterer Stunde Klaus Holetschek eintraf, brandete Jubel auf. Der Ehrengast wertete es als Freude und Ehre, zum Doppel-Jubiläum der hiesigen CSU eingeladen worden zu sein. Er beglückwünschte die Waldkraiburger zu den Ereignissen: „Jetzt wird es Zeit, dass in Waldkraiburg das Amt des Bürgermeisters nach 2014 erstmals wieder an die CSU geht.“ 

Die Zeiten, so Holetschek weiter, seien für Politiker und gerade für solche, die in den Städten und Gemeinden in der vordersten Reihe stehen, härter geworden. „Lasst euch davon nicht entmutigen“, lautete der Appell des Fraktionschefs im Landtag. Er lobte Sascha Schnürer, er würde für seinen Stimmkreis in der Landtagsfraktion einen „super Job“ machen. Holetschek würdigte zugleich seinen langjährigen Fraktionskollegen Dr. Marcel Huber und bescheinigte ihm, ein Mensch mit Haltung und ein Problemlöser zu sein. 

Der Ehrengast gewährte noch einen Einblick in die große Politik und sprach Themen wie die Migration, die Energie, die Wirtschaft, den Sozialstaat und die Bürokratie an. Gerade die Bürokratie sei eine Geißel und müsse dringend abgebaut werden: „Die Leute müssen deutlich sehen, unser Staat ist handlungsfähig.“ Holetschek unterstrich: „Vertrauen gehört wieder in den Mittelpunkt gerückt.“ 

Zum Abschluss des Festabends standen noch Ehrungen der ehemaligen CSU- und FU-Vorsitzenden auf dem Programm. Es sind allerdings nicht alle Geehrten erschienen.

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