Eine erfolgreiche Zusammenarbeit

von Redaktion

Gemeinden Schwindegg und Obertaufkirchen erweitern gemeinsam die Kläranlage

Schwindegg/Obertaufkirchen – Es ist eine Erfolgsgeschichte der interkommunalen Zusammenarbeit, dass die Modernisierung der Kläranlage geplant und umgesetzt werden kann. Schwindegg und Obertaufkirchen teilen sich die Anlage schon seit 1978. Für Schwindegg war sie auf 3500 Einwohnerwerte ausgelegt und für Obertaufkirchen auf 1500 Einwohnerwerte. Nun kam die Anlage an ihre Kapazitätsgrenzen.

Deshalb musste sie erweitert werden. Sie soll für die Zukunft und auch für den Zuwachs an Wohnraum gerüstet werden und auf insgesamt 8000 Einwohnerwerte erweitert werden.

Die Fertigstellung ist im Juli 2027 geplant, die bestehende Anlage bleibt weiter in Betrieb. Für die beiden Bürgermeister, Roland Kamhuber (Schwindegg) und Franz Ehgartner (Obertaufkirchen), war es keine leichte Aufgabe. Ohne die Erweiterung wäre eine erneute wasserrechtliche Erlaubnis nicht möglich gewesen. Eine intensive Zusammenarbeit mit dem Wasserwirtschaftsamt Rosenheim und eine vertrauensvolle Abstimmung der beiden Bürgermeister erfolgten. Beide Gemeindegremien beschäftigten sich mit dem Neubau. Die Baumaßnahmen wurden in zwei Bauabschnitte aufgeteilt. Bauabschnitt eins, der bis September 2026 abgeschlossen sein soll, beinhaltet unter anderem ein zweistraßiges Belebungsbecken, ein neues Nachklärbecken und ein neues Maschinenhaus. Der zweite Bauabschnitt, der voraussichtlich bis Juli 2027 fertiggestellt sein soll, beinhaltet den Abbruch der alten Reinigungsanlage, die Errichtung eines neuen Gebäudes zur Klärschlamm-Entwässerung und die Errichtung von Lagerkapazitäten. Während der gesamten Bauzeit bleibt die Anlage in Betrieb. Die zu erwartenden Gesamtkosten liegen bei rund 6,5 Millionen Euro. Die Kosten werden entsprechend der Einleiteverhältnisse zwischen den beiden Gemeinden aufgeteilt. Im Beisein der Architekten, Planer und Ingenieure, des Altbürgermeisters Dr. Karl Dürner, Mitglieder der beiden Gemeinderäte und Gemeindeverwaltungen sowie Vertreter der ausführenden Firmen war der Spatenstich für die Modernisierung der Anlage. In seiner Rede dankte Bürgermeister Roland Kamhuber für den guten Austausch mit Bürgermeister Franz Ehgartner und nannte die Erweiterung der Anlage einen „maßvollen und dennoch zukunftsweisenden Schritt“. Es sei nicht nur quantitativ eine Steigerung, sondern auch in Bezug auf Natur- und Gewässerschutz eine qualitativ moderne Anlage, so der Bürgermeister. Bürgermeister Franz Ehgartner wies darauf hin, dass Obertaufkirchen noch nicht ganz die Kapazitätsgrenze erreicht habe, doch im Hinblick auf Zuwachs durch die Lage an der A94 sei die Erweiterung eine gute Vorsorgemaßnahme. Pfarrer Dr. Anicet Mutonkole sprach ein Segensgebet für das gute Gelingen beim Bau der Anlage. Anschließend griffen sieben am Bau beteiligte Personen zum Spaten und der erste Spatenstich war perfekt.

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