Engelsberg – Mit der Vorstellung des Berichts „Kommunale Wärmeplanung in der Gemeinde Engelsberg“ sowie einigen Bauangelegenheiten beschäftigte sich der Gemeinderat in seiner Oktober-Sitzung.
Zu Anfang der Sitzung wurde der Bericht über die kommunale Wärmeplanung, die die Gemeinde in Auftrag gegeben hatte, von Doris Rottler von der eta Energieberatung GmbH aus Pfaffenhofen vorgestellt. Rottler stellte die wesentlichen Punkte heraus und gab einen Überblick über die Bestandsanalyse, die eingesetzte Energie und die Wärmeinfrastruktur. Ziel war die Frage, wie Engelsberg bis 2040 mit Wärme versorgt werden soll.
Schwerpunktmäßig wurde das Augenmerk auf die zentrale Wärmeversorgung gelegt und auch auf den Nutzen für die Bürger. Dabei handelte es sich, wie Rottler betonte, nur um eine Orientierungs- und Entscheidungshilfe mit keinerlei Verpflichtung. Regionale Energie sollte genutzt und Alternativen gefunden werden. Dabei wurden alle Gebäude erfasst, aus Datenschutzgründen aber nicht einzeln bewertet. Bei der Bestandsanalyse wurden die Wärmebedarfsdichte, die Wärmeliniendichte sowie der Endenergiebedarf ermittelt. Bei der Potenzialanalyse wurden das Eignungsgebiet und das Wärmenetz untersucht, wobei Rottler sagte, dass hier bereits ein hohes Potenzial vorhanden ist.
Bürgermeister Martin Lackner sagte dazu, dass man sich schon lange mit diesem Thema beschäftige, den Bericht veröffentlichen werde, damit die Öffentlichkeit informiert werden könne. Hans Bauer (UBL) war der Meinung, dass man ohnehin sehr gut aufgestellt sei mit der Fernwärme für Gemeinden „unserer Größe“. Da musste ihm Doris Rottler recht geben.
Lackner gab noch einen Beschluss aus der nichtöffentlichen Sitzung vom August bekannt. Die Gemeinde wird sich zur Hälfte an den Kosten beteiligen, um den Kamin im Kindergarten abzubauen. 1200 Euro fallen dafür an die Gemeinde.
Die Beratung und der Beschluss über die Billigung des Planentwurfs des Bebauungsplans „Engelsberg“ zur Durchführung der Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden und der Träger öffentlicher Belange lagen nun vor. Diese Sache betrifft die Sonnenstraße/ Doblstraße. Die Planunterlagen, die bereits einmal dem Gemeinderat vorlagen, sind nun erarbeitet. Im Bereich Sonnen-/Doblstraße sollen drei Häuser mit je acht Wohnungen entstehen, mit Stellplätzen und Tiefgaragen. Die neue Stellplatzverordnung sei bereits im Bebauungsplan aufgenommen worden.
Der Gemeinderat stimmte dem Verfahren einstimmig zu, die Beteiligung der Instanzen wird nun durchgeführt. Hans Bauer (UBL) sagte, man wolle keine Autos auf der Straße parken haben und auch kein Zuparken des Dorfplatzes. Lackner konnte ihn beruhigen, die neue Stellplatzverordnung greift hier. Franz Gsinn (Freie Wähler) meinte, man habe dem Bauwerber zwar bereits signalisiert, dass man sich das Vorhaben so vorstellen könne. Man sollte aber abwarten, was aus der Bevölkerung kommt.gg