Überwältigt von so viel Solidarität
Tapfere Kämpferin gegen den Krebs: Angela Dittler muss anstrengende Chemotherapien über sich ergehen lassen. Inzwischen schon der 13. Zyklus in nur einem Jahr. Die Welle der Solidarität für die sympathische Tögingerin ist enorm. Foto privat
Dreifach-Mutter kämpft tapfer gegen den Krebs – Bereits 50000 Euro gespendet
Töging – Ihr Schicksal hat viele Menschen berührt. Bei der Geburt ihres dritten Kindes stellten die Ärzte eine seltene Krebserkrankung bei Angela Dittler fest. Das war vor einem Jahr. Der Krebs hat gestreut, die Familie ist auf finanzielle Hilfe angewiesen. Das Echo auf die Spendenaktion ist gewaltig.
„Ich bin überwältigt. Viele haben den Spendenaufruf bereits gesehen, den meine Schwester für uns organisiert hat. Ich kann gar nicht jedem Einzelnen danken. Jeder Cent wird in unsere Familienzeit, Gutes für die Kinder und als finanzieller Puffer verwendet. Vielen, vielen Dank und Gottes Segen euch allen!“ Es ist tiefe Dankbarkeit, welche die 30-jährige Tögingerin auf ihrer Facebook-Seite zum Ausdruck bringt.
Über 1300 Personen
haben gespendet
Und tatsächlich: Die Solidarität mit der dreifachen Mutter, die an einer sehr aggressiven Form von Knochenkrebs leidet, ist gewaltig. Knapp zwei Wochen, nachdem ihre Schwester Debora Runschke aus Erharting auf GoFundMe – der größten sozialen Crowdfunding-Plattform der Welt – einen Spendenaufruf gestartet hatte, zeigt sich eine gewaltige Spendenbereitschaft. 1300 Personen haben sich schon in die Liste der Spender eingetragen.
Knapp 50000 Euro sind bereits zusammen gekommen. Geld, das der Familie helfen soll, Freude in den Alltag zu bringen, die finanziellen Belastungen, die die Erkrankung der dreifachen Mutter mit sich bringen, zu schultern. Und vor allem eins zu bringen: Eine gute und möglichst sorgenfreie Zeit mit ihren Kindern.
Aktuell allerdings befindet sich die Tögingerin wieder in Behandlung. Ein neuer Zyklus in der Chemotherapie, berichtet auf Nachfrage der OVB Heimatzeitungen ihre Schwester Deborah, die sich rührend um Angela Dittler und auch um deren Kinder kümmert. „Durch den Spendenaufruf ist das Schicksal meiner Schwester noch tiefer ins Bewusstsein gerückt.“
Man bekomme Unterstützung von vielen verschiedenen Seiten, berichtet Runschke, die auf ein Benefizkonzert verweist, das gleich Anfang Oktober im Jugendtreff Burgkirchen stattgefunden habe. Vier junge Musiker haben zum Konzert geladen, um dessen Erlös zu 100 Prozent Angela Dittler zur Verfügung zu stellen.
Und das ist nur ein Beispiel. Angela Dittler muss die große Welle der Solidarität allerdings von weiter Ferne, aus dem Krankenhaus in Großhadern mitverfolgen.
Der Aufenthalt sollte alleine der Therapie dienen. Doch wie ihre Schwester berichtet, muss jetzt wohl doch schneller als vorgesehen ein operativer Eingriff erfolgen, weil der Tumor weiter gestreut haben soll. „Aber Angela ist eine Kämpferin. Sie ist positiv und lässt sich ihre Zuversicht auch nicht nehmen“, betont Runschke.
Vor knapp einem Jahr war Angelas Sohn Viktor zur Welt gekommen – viel zu früh. Während der Geburt war eine Zyste an der Gebärmutter geplatzt. In einer Not-OP entfernten die Ärzte die Gebärmutter, um ihr Leben zu retten. Danach stellte sich heraus, dass es sich um ein Karzinom gehandelt hatte, das gestreut hatte. Inzwischen haben sich Metastasen gebildet, die Leber, Bauchspeicheldrüse und jetzt auch die Blase befallen haben.
Zwei kleine Töchter
warten auf die Mama
Doch trotz dieser Schicksalsschläge bleibt die dreifache Mutter – neben Viktor hat sie auch noch zwei Töchter mit sechs und acht Jahren – positiv gestimmt, lässt sich durch die Erkrankung nicht kleinkriegen. An ihrer Hoffnung lässt sie ihre Follower auf Facebook teilhaben: „Ja, ich habe ein Ewing Sarkom, welcher zu den Knochenkrebsarten zählt.“
Laut Definition spreche man von „Endstadium“, weil er in lebenswichtige Organe wie die Leber und Bauchspeicheldrüse gestreut habe. „Aber: Dank modernster Medizin gibt es auch für mich noch Heilungschancen! Es wird noch ein langer Weg, noch einige Chemotherapien, OPs und eventuell Bestrahlungen werden nötig sein, um zu gesunden, aber es gibt Hoffnung!“