Mühldorf – Fremde Umgebung, anderer Tagesablauf, neue Freunde – für Erstklässler gestaltet sich der Start in die Schulzeit aufregend. Ungewohnt für die meisten Schulkinder ist auch der tägliche Schulweg durch den oft turbulenten Straßenverkehr. „Jetzt beginnt zudem die dunkle Jahreszeit, in der sich die Kinder häufig in der Dunkelheit oder bei schlechtem Wetter auf den Weg zur Schule machen müssen“, sagt Hans Fromberger, stellvertretender Direktor der AOK in Mühldorf. Um die Sicherheit der Jüngsten an den Grundschulen im Landkreis Mühldorf zu erhöhen, stattet die AOK sie mit reflektierenden Sicherheitsüberwürfen aus. Die AOK kooperiert bei der Aktion mit der Landesverkehrswacht Bayern. Gemeinsam haben sie sich zum Ziel gesetzt, die Sicherheit im Straßenverkehr für Schulkinder zu erhöhen.
Kinder können den Straßenverkehr häufig noch nicht hinreichend überblicken – und die kleinen Fußgänger sind für andere Verkehrsteilnehmende oft schwer auszumachen. Sie verhalten sich spontaner und impulsiver als Erwachsene und laufen schon einmal ohne Vorwarnung auf die Straße. „Sehen und gesehen werden – dieser Grundsatz hilft, den Schulweg sicherer zu machen, und die Sicherheitsüberwürfe tragen dazu wesentlich bei“, so Landrat Max Heimerl, der die Überwürfe an der Grundschule Buchbach ausgegeben hat. Aus dem Auto erkennt man Personen in dunkler Kleidung erst auf eine Entfernung von 25 Metern. Helle Kleidung erweitert die Sichtbarkeit bereits auf rund 50 Meter, mit Reflektoren steigt sie laut der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) sogar auf bis zu 160 Meter. „Ein guter Grund, warum Kinder im Straßenverkehr generell die reflektierenden Sicherheitsüberwürfe tragen sollten, nicht nur auf dem Weg zur Schule“, empfiehlt Helga Bauer-Hanauer, Vorsitzende der Kreisverkehrswacht in Mühldorf. re