Waldkraiburg – UWG und SPD haben im Frühjahr vorgelegt, die CSU hat im Sommer nachgezogen und zuletzt haben auch die Grünen ihren Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Waldkraiburg benannt. Vier Namen stehen damit fest: Amtsinhaber Robert Pötzsch (UWG) und die drei Herausforderer Wolfgang Rakowitz (SPD), Emil Kirchmeier (CSU) und Christoph Arz (Grüne). Damit haben bislang vier der fünf Fraktionen im Stadtrat einen eigenen Bewerber nominiert. Offen bleibt nur noch die Frage nach einem Kandidaten der AfD.
Kurzfristige
Absage
Eigentlich wollte auch die AfD bereits einen Kandidaten aufstellen, die entsprechende Versammlung wurde jedoch kurzfristig abgesagt. Dafür gab es nach Auskunft von Kreisvorsitzendem Oliver Multusch einen einfachen Grund: „Es sind zu der Versammlung einfach zu wenige Leute gekommen. Deshalb haben wir noch keinen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl bestimmt.“
Als unglücklich bezeichnete Multusch die Terminwahl. Nur eine Woche zuvor war der Kreisvorstand neu gewählt worden. „Zwei Veranstaltungen in so kurzer Zeit – das ist immer etwas problematisch. Weil wir aber eine Entscheidung auf möglichst breiter Basis treffen wollen und nicht nur von wenigen Leuten, haben wir uns kurzfristig dazu entschieden, die Versammlung abzusagen“, erklärt der Kreisvorsitzende. Zudem verwies er auf die Abstimmungen im Kreisverband: „Wir hatten zwei Monate keinen Kreisvorstand, in dieser Zeit ist ein Vakuum entstanden.“
Zu einem möglichen Kandidaten wollte sich der Kreisvorsitzende auf Nachfrage nicht äußern. Er betonte jedoch: „Es braucht aus meiner Sicht einen Bürgermeisterkandidaten für Waldkraiburg, aber manche sehen das anders. Es gibt unterschiedliche Auffassungen dazu. Damit muss man umgehen und die Hintergründe klären.“ Waldkraiburgs Ortsvorsitzende Tatjana Zapp wollte sich zu diesem Thema nicht äußern.
Positionen zusammenführen
Nach der Bundestagswahl im Februar nannte es Multusch als „höchstwahrscheinlich“, dass die AfD einen eigenen Kandidaten in Waldkraiburg nominieren wird. Das erste Zugriffsrecht liege dabei beim Ortsverband, ansonsten könne auch ein Kandidat von außerhalb aufgestellt werden.
Für den AfD-Kreisvorsitzenden ist es jetzt erst einmal wichtig, die unterschiedlichen Positionen zusammenzuführen. „Wir wollen einen adäquaten Bürgermeisterkandidaten. Sollte sich aber keine geeignete Person finden, werden wir auch niemanden nominieren.“ Zum jetzigen Zeitpunkt sei man allerdings noch nicht so weit, einen Kandidaten zu nominieren.