von Redaktion

Kommunalwahl 2026 Stefan Streck (25) soll die CSU an die Rathausspitze lenken

Neumarkt-St. Veit – Am Montagabend hat die CSU von Neumarkt-St. Veit im Gasthof Maier in Teising ihren Bürgermeisterkandidaten nominiert. Von 39 Stimmberechtigten stimmte nur einer gegen den einzigen Wahlvorschlag, Stefan Streck.

Neben den Stimmberechtigten war etwa ein Dutzend CSU-Sympathisanten zur Nominierung gekommen, um den stellvertretenden Ortsvorsitzenden Stefan Streck genauer kennenzulernen. Die Ortsvorsitzende Johanna Obermeier konnte neben vielen Stadtratskollegen auch den Landtagsabgeordneten Sascha Schnürer und Bezirksrätin Claudia Hausberger zur Aufstellungsversammlung begrüßen. Letztere übernahm auch die Wahlleitung.

In seiner Vorstellung ging Stefan Streck zunächst auf Persönliches ein. 2014 kam er zur Jungen Union, im Gummiwerk Kraiburg in Waldkraiburg wurde er nach seiner Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik auch übernommen. Beim TSV Neumarkt-St. Veit war er mehrere Jahre Jugendleiter der Fußballabteilung. Und Jäger ist er auch, mit eigenem Revier im Ortsteil Elsenbach.

Während er in seiner Arbeit oft schnell reagieren, Prozesse optimieren und technische sowie organisatorische Lösungen finden müsse, habe er beim TSV die Bedeutung von Verantwortung, Zusammenhalt und Teamgeist kennengelernt, „die man auch in der Politik braucht“. Als Schiedsrichter habe er schließlich Rückgrat, Ruhe und Durchsetzungsvermögen entwickelt, schließlich müsse man auf dem Platz Entscheidungen treffen, die nicht jedem gefallen. Als Jäger habe er Geduld, Aufmerksamkeit und Verantwortungsbewusstsein entwickelt. „Genau das will ich ins Bürgermeisteramt mitbringen.“ Im Klartext bedeutet das: klare Regeln, eine ruhige Hand „und schnelle Entscheidungen, wenn es sein muss“.

Das Wahlprogramm von Stefan Streck umfasst acht Bereiche. Als Bürgermeister will er zusammen mit dem Stadtrat und dem Wirtschaftsreferenten neue Unternehmen anlocken, aber auch den engen Austausch mit den bestehenden Betrieben pflegen.

Ein Fernwärmenetz durch Biogas und Geothermie hält er für machbar und in der Windkraft, respektive dem Landkreisnetzwerk, sieht er große Chancen. Die Vereine seien ihm ein Herzensanliegen und bedürften mehr als schöner Worte auf Hauptversammlungen. Die Arbeit der Vereine sei „lebenswichtig und unbezahlbar für unser gesellschaftliches Leben“, weshalb er immer ein offenes Ohr für sie haben wolle.

Mit ihm als Chef im Rathaus soll ein Radweg nach Hörbering gebaut werden. Auf dem Stadtplatz herrscht nach seiner Ansicht zu wenig Leben: Mit „Herz, Engagement und neuen Ideen“ soll jeder leer stehenden Immobilie wieder Leben eingehaucht werden.

Für die Jugend soll ein Pfleger engagiert werden, der „Projekte koordiniert, zuhört und mitgestaltet“. Mit Pflegediensten möchte er in den Dialog kommen, damit Senioren auch in Zukunft gut versorgt sind.

Die Verwaltung müsse moderner, transparenter und effizienter werden: „Man muss keine 50 Jahre sein, um Verantwortung zu übernehmen!“, so der Kandidat. Vielmehr brauche es klare Prinzipien, Entschlossenheit und Mut. Zusammen mit den CSU-Mandatsträgern in Bund, Land, Bezirk, Landratsamt und einer starken Stadtratsfraktion sei es Zeit zu „gestalten und nicht mehr verwalten“.

Zum Abschluss der Versammlung lobte der Landtagsabgeordnete Sascha Schnürer den jungen Kandidaten für seine mitreißende Rede: „Wir brauchen die Jungen, die sich einsetzen wollen“, so der Parlamentarier. Mühldorf habe viele Baustellen und dürfe es beispielsweise nicht verschlafen, ein attraktives Angebot für die Bahn zu schaffen: „Nur dann schaffen wir die Verkehrswende, sonst fährt der ICE irgendwann einfach durch Mühldorf durch, ohne hier zu halten!“

Erster Neumarkter Kandidat steht fest

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