Haidaer Künstler Alexander Pfohl im Fokus: Leben und Werk beleuchtet

von Redaktion

Im weiten Umkreis genießt das Waldkraiburger Glasmuseum einen hervorragenden Ruf, nicht zuletzt auch wegen seiner Gläser aus der Haidaer Glasfachschule. So freuten sich Norbert Fischer, Vorsitzender des Fördervereins Stadtmuseum, und Museumsleiterin Elke Keiper, als besonderen Gast Angelika Krombach begrüßen zu können. Die Enkelin von Alexander Pfohl, dem berühmten Glasdesigner, Lehrer und Maler, 1894 in Haida geboren und auch im Waldkraiburger Museum mit einigen Gläsern vertreten, war eigens aus Hessen angereist, um über das facettenreiche Künstlerleben ihres berühmten Großvaters zu berichten. In ihrem Vortrag schilderte Angelika Krombach, wie Alexander Pfohl nach dem Besuch der Glasfachschule Haida und der Kunstgewerbeschule in Wien schon mit 24 Jahren Leiter der Glashütte in Schreiberau, dem heutigen Szklarska Poreba, berufen wurde, damals in ganz Europa wegen ihrer Glasprodukte bekannt. Alexander Pfohl gelang es, dank seiner Kenntnisse in Hütten- und Veredelungstechnik, die Firma wieder zu einem führenden Glasbetrieb zu machen. Dieses Wissen prädestinierte ihn ab 1929 dazu, als Professor in seiner Heimatstadt Haida zu unterrichten. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte er ab 1949 in Hadamar, wo er maßgeblich für die Gründung einer Glasfachschule verantwortlich war, die er bis zu seinem frühen Tod 1953 leitete. Im Verlauf ihres Vortrags war es Angelika Krombach ein Anliegen, dem Publikum die Landschaftsaquarelle und Druckgrafiken ihres Großvaters vorzustellen. Einige Originale sowie eine Auswahl an Pfohl-Gläsern präsentierte das Museum begleitend zum Vortrag. Im Glasmuseum sind viele Gläser der Familien Erwin und Alexander Pfohl zu sehen. Das Museum ist bei freiem Eintritt von Dienstag bis Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Foto / text Fischer

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