von Redaktion

Neues Heizhaus mit Hackschnitzelanlage versorgt künftig sechs öffentliche Gebäude in Heldenstein

Heldenstein – Die Gemeinde Heldenstein setzt ein deutliches Zeichen für Klimaschutz, regionale Wertschöpfung und Versorgungssicherheit: In der Ortsmitte wurde im vergangenen Jahr das neue Heizhaus fertiggestellt – das Herzstück einer modernen, nachhaltigen Fernwärmeversorgung.

Kern der Anlage ist eine leistungsstarke Hackschnitzelheizung mit 400 kW, bestehend aus zwei Kesseln zur Redundanz-Sicherung. Der integrierte Hackschnitzelbunker mit einem Volumen von 100 Kubikmetern gewährleistet eine kontinuierliche Brennstoffversorgung. Die Gesamtinvestitionen für das Heizhaus samt Bunker, Heizanlage und Außenanlagen belaufen sich auf rund 1,25 Millionen Euro, wovon 405000 Euro durch Bundesfördermittel gedeckt werden.

Zusätzlich wurden 250000 Euro für die Verlegung der Fernwärmeleitungen sowie 275000 Euro für HLS-Arbeiten, Unterstationen und Elektroinstallationen aufgewendet. Auch hier kommen Fördermittel in Höhe von 263000 Euro dem Gemeindehaushalt zugute.

Die Betreuung und technische Überwachung übernimmt künftig der gemeindliche Bauhof. Alle angeschlossenen Liegenschaften lassen sich einzeln und komfortabel per App steuern. „Diese Maßnahme ist ein zentraler Bestandteil unserer nachhaltigen Energieversorgung und ein wichtiger Schritt in Richtung Energiewende auf kommunaler Ebene“, betont Bürgermeisterin Antonia Hansmeier.

Derzeit wird das Gasthaus „Alter Wirt“ bereits erfolgreich über die neue Heizzentrale versorgt. In der nächsten Ausbaustufe sollen bis zum Jahresende auch die weiteren sechs öffentlichen Gebäude – darunter das Rathaus, die Grundschule, die Turnhalle, die Kindertagesstätte, das Feuerwehrhaus sowie der Bauhof – an das Fernwärmenetz angeschlossen werden. Die Arbeiten laufen aktuell auf Hochtouren und liegen im Zeitplan.

Ein besonderer Pluspunkt des Projekts ist die Verwendung von regionalem Hackgut, das direkt von örtlichen Landwirten und Waldbauern geliefert wird. „Ich finde dieses Konzept nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch äußerst gelungen“, sagt Bürgermeisterin Hansmeier.

„Die Verwendung regionaler Biomasse stärkt unsere heimische Landwirtschaft und Forstwirtschaft, schafft Wertschöpfung vor Ort und macht unsere Energieversorgung zugleich unabhängiger und nachhaltiger.“

Im Zuge der Bauarbeiten kann es in bestimmten Bereichen kurzfristig zu Einschränkungen kommen. Die Sankt-Rupert-Straße wird im November asphaltiert, und die Pflasterflächen sind bereits wiederhergestellt – sodass vor dem Wintereinbruch sämtliche Verkehrsflächen instand gesetzt und wieder befahrbar sind.

„Die Fernwärmeversorgung ist ein bedeutender Beitrag zur Versorgungssicherheit, zur Stärkung unserer Region und zum Klimaschutz. Das Bauvorhaben verläuft bislang reibungslos und befindet sich sowohl zeitlich als auch finanziell im Rahmen“, erklärt Bürgermeisterin Antonia Hansmeier. re

Heldenstein setzt auf regionale Wärme

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