Angriff auf 15-Jährigen am Mühldorfer Bahnhof

von Redaktion

Drei junge Männer verletzen einen Jugendlichen – Bundespolizei ermittelt – Zeugen gesucht

Mühldorf – Der Vorfall ereignete sich bereits am Montag, 13. Oktober, am Bahnhof in Mühldorf; die Bundespolizei machte ihn erst jetzt öffentlich. Gegen 15.30 Uhr sollen drei junge Männer zwischen 15 und 21 Jahren versucht haben, einen 15-jährigen Mühldorfer aus dem Bahnhof zu drängen. Dabei kam es zu einem Gerangel, und ein Täter soll den Mühldorfer mit einem Gegenstand in die Rippen geschlagen haben.

„Dabei hat es sich wohl um einen metallischen Gegenstand gehandelt“, sagt Jan-Uwe Polte, Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion Freilassing. „Durch den Aufschrei einer Mitarbeiterin der Bahn haben die Drei ihr Treiben eingestellt und das Weite gesucht.“

Der Mühldorfer sei dann wenig später bei der Bundespolizei erschienen und habe den Vorfall gemeldet, sagt Polte. Die Bundespolizei ermittelt wegen Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und Bedrohung gegen die Tätergruppierung. „Wir sind relativ sicher, die Verdächtigen namentlich identifizieren zu können“, sagt Polizeisprecher Polte. Um den Verdacht zu untermauern, sucht die Bundespolizei Zeugen, die Angaben zum Tatablauf und zur Tatausführung machen können. Beobachtungen und Hinweise nimmt die Bundespolizei telefonisch (08631-16660-0) oder via E-Mail (bpoli.freilassing@polizei.bund.de) entgegen.

Hausherr und Chef der Südostbayernbahn (SOB), Matthias Krause, bedauert den Vorfall. „Bei uns sind täglich so viele Menschen unterwegs, da kommt es leider zu solchen Vorfällen.“ Die SOB sei aber im ständigen Austausch mit ihrem Sicherheitsdienst und den Behörden, „damit wir die Sicherheit für unsere Kunden und Mitarbeiter weiter erhöhen“. Trotz des jüngsten Vorfalls bescheinigt Polizeisprecher Polte dem Mühldorfer Bahnhof ein „hohes Maß an Sicherheit“: So gingen die Straftaten im Vergleich zu den Jahren 2023 und 2024 um ein Drittel (32 Prozent) zurück. „Insbesondere die Körperverletzungs- sowie Eigentumsdelikte, die für das Sicherheitsgefühl von besonderer Bedeutung sind, bewegen sich auf einem niedrigen Niveau.“ Mehr als drei Viertel aller in Mühldorf erfassten Straftaten tangierten die Sicherheit der Reisenden kaum oder gar nicht; hier handele es sich um Schwarzfahren und Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz.

Einen Grund für diesen Rückgang sieht Polte in der ständigen Präsenz von uniformierten und zivilen Polizisten. „Dementsprechend kann die Bundespolizei Straftaten sowie Ordnungswidrigkeiten wirksam auf ein Mindestmaß eindämmen.“

Jörg Eschenfelder

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