Zwei Witwer auf Brautschau

von Redaktion

Theatergruppe Schwibura präsentiert in Schwindegg ihr neues Stück „Der bayerische Casanova“

Schwindegg – Eine Männerfreundschaft steht auf dem Spiel in der turbulenten und schwungvollen Verwechslungskomödie „Der bayerische Casanova“, dem neuen Stück der Theatergruppe Schwibura. Die beiden Freunde, der reiche Anderl (Sepp Hundmeyer) und Girgl (Walter Lohr) sind Witwer. Beide wünschen, ihr Witwer-Dasein zu beenden und sind auf Brautschau. Anderl hat da auch schon auf dem Oktoberfest eine fesche Person entdeckt und ihr die Ehe versprochen.

Viele Lacher und
spontaner Applaus

Girgl will seinen Freund davor bewahren und greift zu allen Mitteln. Auch seine Tochter Sefferl (Caro Wandinger) mischt dabei kräftig mit.

Es ist der Beginn vielfältiger Verwechslungen und lustiger Missverständnisse zwischen Ferdl (Martin Linner), dem Sohn von Anderl, den Großeltern Rosl (Nicole Hundmeyer) und Wastl (Thomas Beibl) und der Magd Mirl (Anja Schmid), sowie Liesl (Teresa Ramsauer), der Münchner Vorstadtpflanze. Temperamentvoll spielen die beiden Hauptdarsteller, Sepp Hundmeyer und Walter Lohr. Starke Auftritte sind bis in die Nebenrollen zu sehen, wie Mirl, die Magd mit dem Spruch: „De Gaudi gfoid ma!“

Liebevoll werden die Figuren ausgestaltet und glaubhaft verkörpert. Alle möglichen Paar-Konstellationen ergeben sich aus den Verwechslungen und über allem schwebt die Frage, wer wen heiratet. Am Premierenabend wurde viel gelacht und es gab spontanen Szenenapplaus. Großmutter Rosl (Nicole Hundmeyer) glänzte mit trockenen Kommentaren. Großvater Wastl (Thomas Beibl) gab den Großvater, authentisch mit Stock und zitternden Fingern. Caro Wandinger überzeugte mit Herz und Dirndl in ihrer Rolle als listige Sefferl und als Gegenstück zur ungeliebten Münchnerin Liesl. Die verkörperte Teresa Ramsauer mit Temperament und viel Humor. Martin Linner gab vielseitig Ferdl, den Sohn des Bauern. Überzeichnete Charaktere waren das Erfolgsrezept der Komödie in drei Akten. Viel Text war zu lernen und wurde sicher präsentiert. Das Stück von Veri Geisenhofer ist eine Ode an das Ländlich-sittliche.

Die Volksmusik zum bayrischen Theater kam in der Pause von Norbert Hoferer. Die Bürgerstube wurde zum Theaterstüberl, in dem die Besucher sich stärken konnten. Großen Applaus gab es zum Schluss der Vorstellung. Neu in der Truppe sind Teresa Ramsauer und Anja Schmid. Wieder dabei, nach längerer Pause, ist Thomas Biebl. Die Regie führt Janina Mitterhofer-Paetel. Abschließend zur Premiere im großen Saal des Bürgerhauses gratulierte Bürgermeister Roland Kamhuber zum vollen Haus und der gelungenen Premiere mit „der tollen Aufführung“.

Gratulation des
Bürgermeisters

Weitere Aufführungen sind zu sehen am Freitag, 24. Oktober, um 20 Uhr, Samstag, 25. Oktober, um 20 Uhr, Sonntag, 26. Oktober, um 14 Uhr, Freitag, 31. Oktober, um 20 Uhr und Sonntag, 2. November, um 18 Uhr. Kartenreservierung bei Stephanie Folger unter Telefon 08082/ 9483216 ab 17.30 Uhr von Montag bis Samstag, oder per E-Mail an info@schwibura.de. Einlass ist eine Stunde von Beginn.

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