Zangberg – Fünfeinhalb Jahrzehnte Frauengemeinschaft – das war das Motto der wohl letzten Kirchweihfeier der KFD Zangberg im Bürgersaal. Waltraud Obermaier, die Sprecherin der Frauen, begrüßte aktuelle und ehemalige Mitglieder, darunter die Gründungsmitglieder der KFD, Marianne Dünnwald und Heidi Edmeier.
Sie lud die Anwesenden ein, zuzugreifen, hatten die Verantwortlichen doch Canapés und Schmalzgebackenes zur Feier des Kirchweihmontags aufgetischt. Obermeier berichtete anschließend über viele Aktivitäten der Frauengemeinschaft seit der Gründung, wobei sie einen weiten Bogen von der legendären Gruber Resi über Altennachmittage, Wallfahrten, Ausflüge, Besinnungstage, Adventsmärkte und Dorfweiherfest spannte, nicht ohne auf den von der KFD Zangberg ausgerichteten Weiberfasching zu vergessen. „Wir sind zusammen gereist, haben zusammen gefeiert und gebetet“, fasste sie zusammen, um dann auf die Gründe zur Auflösung der KFD Zangberg einzugehen. So wurden im Laufe der Jahre die Mitglieder immer älter, Vereinsnachwuchs kam nicht entsprechend nach und nicht zuletzt führten die immer wieder vom Dachverband erhöhten Beiträge, von denen aber nur ein Bruchteil in Zangberg blieb, zu Austritten. Da sich zuletzt auch keine Nachfolger für die Vereinsführung fanden, beschlossen die Mitglieder in der Frühjahrsversammlung einstimmig die Auflösung der KFD zum Jahresende 2025.
Eine von Birgit und Jana Auer zusammengestellte Bilderschau führte dann die Anwesenden auf eine Zeitreise durch fast 55 Jahre Vereinsgeschichte, weckte Erinnerungen an schon fast vergessene Veranstaltungen und Mitbürger und zeigte auf, wie vielfältig die Frauengemeinschaft das kirchliche und gemeindliche Zusammenleben über viele Jahre bereicherte.
Abschließend erläuterte Waltraud Obermaier noch die weitere Abwicklung des Vereins. Das noch vorhandene Vereinsvermögen geht zu gleichen Teilen als Spende an die Ministranten, Jugendfeuerwehr, Landjugend und Kindergarten, den noch ausstehenden Anteil vom Dorfweiherfest erhalten die anderen beteiligten Ortsvereine. Abschließend bedankte sie sich bei allen Mitstreiterinnen und lobte ausdrücklich die erfolgreiche Zusammenarbeit im Vorstandsteam. Unter lang anhaltendem Beifall dankte Gertrud Mailhammer wiederum Waltraud Obermaier für ihre langjährige Tätigkeit. Und so werden sich die Zangberger Frauen wohl Ende November noch ein letztes Mal viel Mühe mit ihren Leckereien für ihren letzten Adventsmarkt geben. Der dabei erzielte Erlös wird dem Kloster St. Joseph als kleiner Beitrag für anstehende Renovierungsmaßnahmen übergeben und damit die langjährige Verbundenheit und Unterstützung zwischen der Frauengemeinschaft und der klösterlichen Gemeinschaft über die vergangenen Jahrzehnte hinweg gewürdigt. hua