Mühldorf – Für den Deutschen Lesepreis 2026 sind viele Projekte und Personen nominiert, die der Leseförderung ein Gesicht geben; mit dabei die Mittelschule Mühldorf. Jedes vierte Kind verlässt die Grundschule, ohne ausreichend lesen zu können, dabei werden entscheidende Weichen für die Zukunft schon im Kleinkindalter gelegt. Egal ob in den Bildungsinstitutionen Kita und Schule oder in außerschulischen Projekten mit dem Einsatz vieler freiwillig Engagierter: Es braucht Menschen, die Verantwortung übernehmen, Chancen schaffen und Kindern die Tür zur Welt der Geschichten öffnen. Insgesamt 50 Projekte und Personen sind aus fast 400 Bewerbungen in fünf Kategorien ausgewählt worden: die Mittelschule Mühldorf in der Kategorie „Herausragende Leseförderung an Schulen“. Das Projekt zeichnet sich durch das Engagement der gesamten Schulfamilie aus und zeigt, wie Leseförderung trotz sprachlicher und sozialer Herausforderungen fest im Schulalltag verankert werden kann – mit Herz, Struktur und Teamgeist. In der Mühldorfer Mittelschule lernen Kinder aus 31 Nationen gemeinsam – mit ganz unterschiedlichen Lebenswegen, Stärken und Herausforderungen.
Die Schüler werden dort abgeholt, wo sie stehen, schaffen Räume für Lesefreude, nutzen gezielt digitale Tools und führen viele ineinandergreifende Projekte durch. Durch gemeinsame Verantwortung, differenzierte Förderung und externe Kooperationen wird das Konzept zum lebendigen Beispiel – bundesweit übertragbar sowie beispielgebend und aus der Praxis heraus gewachsen. Lesemotivation ist ein Schatz – der durch Vertrauen, Herz und Struktur wächst und in dieser vielfältigen Schülerschaft aufblüht und Bildung lebendig macht. Der mit 25000 Euro dotierte Deutsche Lesepreis ist eine gemeinsame Initiative der Stiftung Lesen und der Commerzbank-Stiftung und wird im Februar 2026 zum 13. Mal verliehen. Der Preis steht unter der Schirmherrschaft von Staatsminister für Kultur und Medien Dr. Wolfram Weimer. Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, betont: „Wenn jedes vierte Kind die Grundschule verlässt, ohne richtig lesen zu können, ist das nicht nur ein Bildungsproblem, es ist ein gesellschaftlicher Notstand. Leseförderung muss endlich systematisch in Bildungspläne integriert und politisch priorisiert werden.“ Astrid Kießling-Tascin von der Commerzbank-Stiftung ergänzt: „Hinter jedem Projekt stehen Menschen, die mit Herz und Haltung Kindern die Welt des Lesens öffnen. Sie schenken nicht nur Geschichten, sondern auch Selbstvertrauen, Neugier und Zukunftsperspektiven. Dieses Engagement verdient nicht nur Anerkennung – es berührt und inspiriert.“re