Schüleransturm auf fast 90 Firmen

von Redaktion

Gelungener Berufsinformationsabend an der Realschule Waldkraiburg

Waldkraiburg – Eine erste Berufsorientierung war sicher angesagt bei den 207 Schülern aller achten Klassen der Realschule. Doch auch vielen Neuntklässlern und an die 200 Schüler der zehnten Klassen wurde bei dem Orientierungsabend die Möglichkeit geboten, sich bei rund 90 Firmen und Institutionen – einem neuen Höchststand – beraten zu lassen.

Um Schülern, Eltern und den Ausstellern einen Überblick zu bieten, warteten Rektor Martin Demmelhuber zusammen mit Franz Dobler, dem Koordinator für berufliche Orientierung, und Richard Brummer, Leiter der Fachschaft Wirtschaftswissenschaften, mit einem Novum auf: In der Aula fand eine erste Begrüßung statt, bei der man erfuhr, dass in den achten Klassen Betriebspraktika anstehen, es für die neunten Klassen einen Business-Knigge-Kurs gibt und die Verzahnung mit weiterführenden Schulen großgeschrieben werde. So seien 60 Prozent der derzeitigen Fünftklässler auch für das Gymnasium geeignet und rund 60 Prozent gingen stets an weiterführende Schulen.

Danach gab es kein Halten mehr: In allen verfügbaren Räumen der Schule herrschte an den Info-Ständen Gedränge. „Mich interessieren Betriebe, die Holz verarbeiten, denn ich möchte Schreiner werden“, meinte Korbinian aus der neunten Klasse und steuerte gleich Firmen wie Schörghuber oder Stenger an, „manche haben auch Schnuppermöglichkeiten in den Ferien.“ Andere Wünsche hatte Agnes, begleitet von ihrer Mama. Sie will im sozialen und pflegerischen Bereich tätig werden und erkundigte sich deshalb beim InnKlinikum, den Salzach-Kliniken und der Romed-Schule für Pflege und Krankenpflegehilfe in Wasserburg.

Besonders beeindruckte die Schüler, dass viele Betriebe Azubis und auch Meister dabei hatten, welche die Waldkraiburger Realschule besucht hatten. Beste Beziehungen zu städtischen Firmen wie Netzsch, Dickow-Pumpen, Miraphone oder dem Gummiwerk wurden deutlich. Doch auch der Umkreis war mit Firmen wie Wacker in Burghausen oder Alzchem in Trostberg gut vertreten. Ebenso präsentierten sich das Amt für Ländliche Entwicklung, das Rote Kreuz, die Handwerkskammer Oberbayern und die Bundeswehr, die regen Zuspruch erfuhr.

Die Durchlässigkeit des bayerischen Fach- und Hochschulsystems bewiesen zum Beispiel FOS und BOS in Altötting und das Beratungswerk Lehrerberuf in Bayern. „Dies ist auch für uns eine absolute Anlaufstelle“, so Franz Dobler zusammen mit seinem Chef Martin Demmelhuber, „denn Lehrermangel ist selbst bei uns angesagt.“

Händeringend werden ebenso Erzieher, Informatiker und Handwerker aller Art gesucht – es gibt derzeit wohl keine Berufsrichtung, die nicht Nachwuchskräfte braucht: die Bundesbahn genauso wie Seniorenzentren, die Landpolizei, AOK und Einkaufsmärkte. Der Nachwuchs fehlt überall, das heißt, es bestehen beste Bedingungen für erfolgreiche Realschüler.

Von diesem Überangebot waren viele Eltern überrascht, auch angetan vom kooperativen Personal an den einzelnen Ständen. Die Hauptpersonen jedoch, Schüler, wurden gelockt mit einer Vielzahl an brauchbaren kleinen Geschenken der Aussteller wie Notizblöcken, Obst, Getränken und Tragetaschen, in denen man alles verstauen konnte. „Aber vor allem weiß ich jetzt Bescheid über Firmen, wo ich zum Einsatz kommen kann und welche Aufstiegsmöglichkeiten ich habe“, stellte Johannes aus der neunten Klasse abschließend fest. fis

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