Obertaufkirchen – Beim 17. Kirta-Hoagartn in Stierberg hatten gar nicht alle Besucher Platz, so groß war das Interesse. Die Volksmusik Obertaufkirchen hatte zu ihrem Musikanten-Kirta-Hoagartn geladen. Andreas Maier führte durch den Abend. Er freute sich über die Teilnahme der Sing- und Musikgruppen.
Das Programm eröffnete schwungvoll die Ziachmusi Schwarzenbeck, eine Familienmusik, die gekonnt Diatonische, Gitarre und Bass spielte. Sie waren am Anfang und am Schluss jedes Durchgangs zu hören, und die Gäste freuten sich auf ihre Musik.
Auch die Obertaufkirchner Volksmusik erfreute die Zuhörer. Sie brillierte in bekannter Weise mit Landler, Walzer, Boarischem und zum Teil mit Eigenkompositionen von Gertraud Gaigl. Sie hatte auch das Programm zusammengestellt. Besonders hervorzuheben war bei dieser Gruppe die abwechslungsreiche Besetzung. Jeder Teilnehmer spielt zwei Instrumente, was die Variationen im Vortrag ermöglicht.
Ein Genuss für die Zuhörer war es, als der Haager Viergesang, bestehend aus zwei Ehepaaren, darüber sang, wie wichtig die Musik ist. Weitere Themen waren die Liebe, Dahoam, die Eisenbahn und der Herbst. Beim Zwetschgendatschi-Lied wurde auch der Gaumen angeregt.
Der Obertaufkirchner DreiXang zu viert stand unter der Leitung von Josef Gill und wurde verstärkt durch die Begleitung von Vroni an der Zither. Er ließ Lieder erklingen über den Herbst, über die Freude am Leben und animierte bei „Muaß des sei“ und „De oidn Rittersleut“, umgedichtet auf die Stierberger Burschenschaft, zum Mitsingen. Dazwischen gelang es Franz Ernst, mit seinen selbst verfassten und humorvollen bayerischen Gedichten über die Kirchweihbräuche die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen.
Sicher war der Applaus auch dem Moderator Andreas Maier. Er kommentierte die Musik- und Singgruppen mit Witz, Ironie, aber auch mit viel Herz für die eine oder andere menschliche Schwäche. Dass alle Gäste, verwöhnt mit Spezialitäten wie Rehragout und Hauberlingen und Kirchweihbier, auch akustisch alles verstehen konnten, dafür sorgte Lucki Unterhaslberger. Mit dem Lied „Kimmt schee hoamli die Nacht“ ging ein gemütlich bunter Hoagartn zu Ende. sn