Neumarkt-St. Veit – Das war knapp! Im Frühjahr trat, wie vorausgesagt, die Vorstandschaft der Krieger- und Soldatenkameradschaft nicht mehr zur Wahl an. Lange hatten die Verantwortlichen den Verein durch alle Klippen geführt, sie wollten endlich jüngeren Kräften die Führung überlassen. Aber es stellte sich niemand zur Verfügung.
Die Vereinsauflösung stand damit im Raum. Nach zähen Verhandlungen erklärten sich Peter Atzenbeck und Franz Gruber bereit, noch bis in den Herbst zu warten, und alle hofften auf die Hilfe von Bürgermeister Erwin Baumgartner.
Vorverhandlungen
waren erfolgreich
Die Verhandlungen mit dem Bürgermeister führte hauptsächlich das bisherige Vorstandsmitglied Ludwig Spirkl. Und bei der Versammlung im Vereinsheim „Hotel Post“ waren wenigstens 13 von 81 Mitgliedern erschienen, darunter auch der Bürgermeister.
Die Vorverhandlungen der Beiden hatten ergeben, dass Ludwig Spirkl die KSK als Vorsitzender übernehmen werde, wenn alle anderen Posten neu besetzt würden. Und diesmal fand sich die Bereitschaft. Allen war klar, dass dieser Traditionsverein, der 25 Jahre nach der fürchterlichen „Schlacht bei Neumarkt“ gegründet worden war, nicht untergehen dürfe. Mit jährlichen Gedenkfeiern an die rund 2000 Toten der Schlacht setzt sich dieser Verein deutlich für Frieden ein.
„Irrtümlich halten viele die KSK für einen Militärverein oder so“, sagte Spirkl nach seiner Wahl. „Wir müssen mehr herausstellen, dass die Soldatenvereine gegen Kriege sind. An dieser Friedensarbeit dürfen alle mitmachen, egal ob sie ,gedient’ haben oder nicht. Alle, die gegen Kriege sind, können bei uns eintreten. Natürlich auch Frauen.“ Er bat seine „aktiven Mitglieder“ auch die Passiven anzusprechen.
Neue Vorstandschaft
erarbeitet neues Programm
Die neue Vorstandschaft war vorher einstimmig gewählt worden. Ludwig Spirkl als Vorsitzendem steht Lothar Eberl als Stellvertreter zur Seite. Ulrich Geltinger ist Schriftführer und Michael Kulhanek führt künftig die Kasse. Ihre Vorgänger versprachen ihnen, stets zu helfen, falls überhaupt nötig. Das Amt des Fähnrichs übernahm Stefan Feichtgruber, Peter Atzenbeck und Johann Kohlschmid wurden als Beisitzer gewählt.
Unverzüglich wurde an einem Programm gearbeitet, wobei der Georgitag 2026 bereits fest eingeplant ist. Eine Reise ins Militärmuseum Ingolstadt wurde angesprochen. Die Sammlungen für den Volksbund Kriegsgräberfürsorge werden beibehalten von Franz Gruber und Peter Atzenbeck. Dazu gehörte die Planung des Volkstrauertags, was ja auch im Einvernehmen mit der Stadt und Kirche durchgeführt wird.